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Bands in Luzerner Wohnzimmern «Die Barriere zwischen Künstler und Publikum verschwindet»

Das Stimmen Festival Ettiswil geht neue Wege. Zur Eröffnung finden acht Konzerte in Wohnzimmern statt.

Band spielt in einem Wohnzimmer.
Legende: Sabrina und Adi Rohner-Troxler spielten selber auch schon an Wohnzimmerkonzerten. SRF/Christian Oechslin

Die Musik ganz nah zu den Menschen bringen. Dieses Ziel verfolgen Sabrina und Adi Rohner-Troxler. Sie haben die musikalische Leitung des Stimmen Festivals Ettiswil inne. Zur Eröffnung des Festivals organisieren sie deshalb Wohnzimmerkonzerte. Sie finden in Ettiswil, Grosswangen, Willisau, Nebikon und Wauwil statt.

Sie hätten mit ihrer Band schon diverse Wohnzimmerkonzerte gespielt und nur positive Erfahrungen gemacht, sagt Adi Rohner-Troxler. «Die Barriere zwischen Künstler und Publikum verschwindet.» Der Kontakt sei sehr nahe und der Austausch interessant – für Band und Publikum.

Beim letztjährigen Festival druckten die Organisatoren Postkarten mit einem Aufruf, dass Gastgeberinnen und Gastgeber gesucht würden für Wohnzimmerkonzerte. «Wir haben daraufhin extrem viele Rückmeldungen erhalten», sagt Sabrina Rohner-Troxler.

Wir wollen ja keine Lärmklagen von Nachbarn.
Autor: Sabrina Rohner-TroxlerMusikalische Leiterin Stimmen Festival

Für das Stimmen Festival wurden nun acht Gastgeberinnen und Gastgeber ausgewählt, die ihr Wohnzimmer für einen Band-Auftritt zur Verfügung stellen. «Das sind alles Konzerte, die eher auf der ruhigen Seite sind, wir wollen ja keine Lärmklagen von Nachbarn», lacht Sabrina Rohner-Troxler. Aber auch bei diesen Konzerten sei eine grosse musikalische Vielfalt möglich: Renaissance-Musik, Pop, Folk, Mundart.

Rita und Walter Kaufmann-Kunz stellen ihr Wohnzimmer für ein Konzert zur Verfügung.
Legende: Rita und Walter Kaufmann-Kunz stellen ihr Wohnzimmer für ein Konzert zur Verfügung. SRF/Christian Oechslin

Ein Konzert findet im Wohnzimmer der Familie Kaufmann-Kunz statt. «Das Konzept Wohnzimmerkonzert kannten wir nicht und wir fanden das einfach spannend», sagt Walter Kaufmann. Die Wohnung gross umstellen müssten sie nicht. «Es soll auch ein bisschen spontan sein, und wir sind gespannt, wie viele Leute zu uns kommen.»

Die Gastgeber verpflichten sich mit dem Wohnzimmerkonzert, die Künstlerinnen und Künstler zu bewirten. «Das gibt sicher interessante Gespräche am Tisch», sagt Rita Kunz-Kaufmann. Und auch das Kochen werde eine neue Erfahrung: Unter den Bandmitgliedern habe es nämlich Veganerinnen.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr

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