Bannalp soll definitiv zur Ruhezone für Wildtiere werden

Das Gebiet Bannalp-Walenstöcke soll zu einem Jagdbanngebiet werden. Dies beantragen die Regierungen der Kantone Obwalden und Nidwalden dem Bundesrat. Dafür soll ein Teil des Jagdbanngebiets beim Huetstock ob Engelberg aufgegeben werden. Damit soll dort eine neue Gondelbahn gebaut werden können.

Informationsveranstaltung mit Regierungsräten und Vertretern aus der Verwaltung

Bildlegende: (v.l.n.r) Fabian Bieri (Jagd/Fischerei), Regierungsräte Alois Bissig, Paul Federer, Peter Lienert (Wald/Landschaft). SRF

Das Jagdbanngebiet Huetstock existiert seit über hundert Jahren. Das Gebiet verunmöglicht geplante Bauprojekte der Titlis-Bergbahnen. Deshalb soll das Gebiet nun verschoben werden.

Der Widerstand gegen die Verschiebung des Jagdbanngebietes ist gross. Auch an der Informationsveranstaltung für die Bevölkerung in Wolfenschiessen machten verschiedene Interessenverbände ihrem Ärger noch einmal Luft.

Dies, obwohl die Regierung schon entschieden hat, dass die Bannalp als Ersatzgebiet vorgeschlagen wird. Pro Natura, WWF, der SAC und die Freunde der Bannalp-Bahn waren sich einig: Das Mitwirkungsverfahren habe nichts gebracht, ihre Anliegen seien nicht angehört worden.

Der Nidwaldner Regierungsrat Alois Bissig entgegnete, die Bannalp sei am besten geeignet und die Einschränkungen würden in diesem Gebiet nicht allzu gross. Ein sanfter Tourismus sei weiterhin möglich. Die grösste Veränderung betrifft neben den Jägern die Skitourenfahrer. Sie dürfen nur noch vorgegebene Routen befahren. Zuerst muss der Bund die Verschiebung des Jagdbanngebiets aber noch gutheissen.