Baugrund in Hergiswil besser als erwartet

Der Doppelspurausbau der Zentralbahn wird wahrscheinlich weniger kosten als angenommen, weil der Untergrund geologisch günstiger ist als erwartet. Dies zeigen Kernbohrungen in Hergiswil.

Zentralbahntrassee im Dorf Hergiswil.

Bildlegende: Die Regierung favorisiert die Tunnelvariante lang, in der auch dieser Teil der Bahnstrecke in einen Tunnel kommt. Keystone

Die Probebohrungen für den Doppelspurtunnel in Hergiswil haben keine bösen Überraschungen zutage gebracht. Der Baugrund sei gemäss den ersten Auswertungen geologisch günstiger als erwartet, teilte die Nidwaldner Baudirektion am Montag mit.

 Von Mitte Januar bis anfangs März wurden in Hergiswil sechs Kernbohrungen sowie geologische Messungen durchgeführt. Die Sondierungen sollen zeigen, wie der Boden beschaffen ist. Nidwalden möchte, dass für die Zentralbahn ein unterirdischer Doppelspurtunnel gebaut wird.

Gegenwärtig würden die Bohrungen im Labor ausgewertet, so der Nidwaldner Baudirektor Hans Wicki. Danach könne für die weiteren Planungen für den Doppelspurtunnel ein Baugrundmodell erstellt werden.

Die ersten Ergebnisse seien insgesamt positiver als erwartet. Im Detail seien die Ergebnisse aber differenziert nach Lage und Tiefe zu betrachten. Überraschungen habe es keine gegeben.

Für den Tunnel gibt es zwei Varianten, eine lange und eine kurze. Die Nidwaldner Regierung favorisiert die Variante Tunnel lang, mit der nicht nur Hergiswil, sondern auch Hergiswil Matt untertunnelt wird. Für beide Varianten soll im Juni ein Vorprojekt vorliegen.