Baustart für das Fernwärmenetz im Rontal

Die Anlage soll dereinst Teile von Root, Buchrain, Dierikon und Ebikon mit Abwärme aus der Kehrichtverbrennungsanlage «Renergia» versorgen. Im Herbst 2016 soll das Projekt abgeschlossen sein.

Mit Hilfe eines Baggers werden die Rohre für eine Fernwärmeanlage eingesetzt.

Bildlegende: Schon nächstes Jahr soll die Abwärme durch diese Rohre zu Haushalten und Industriebetrieben im Rontal fliessen. zvg

In Root haben am Mittwoch offiziell die Bauarbeiten für das neue Fernwärmenetz im Rontal begonnen. Die Anlage soll dereinst Teile von Root, Buchrain, Dierikon und Ebikon mit Abwärme aus der im Bau befindlichen Kehrichtverbrennungsanlage versorgen.

Kehrrichtverbrennungsanlage liefert die Wärme

Die neue Kehrichtverbrennungsanlage in Perlen, die 2015 den Betrieb aufnehmen soll, dient künftig auch als Zentralheizung. Über ein Rohrleitungsnetz wird die bei der Verbrennung entstehende Wärme zu Häusern und Industriebetrieben geleitet.

Realisiert wird das Projekt durch die Fernwärme Emmen AG. Hauptaktionärin ist der städtische Energieversorger Energie Wasser Luzern (ewl). Weiter beteiligt sind die Gemeinden Emmen, Buchrain und Ebikon und der Entsorgungsverband REAL. Insgesamt werden über 40 Millionen Franken investiert.

Industriebetriebe und Gemeinden als Abnehmer

In einer ersten Bauetappe wird das Fernwärmenetz in Richtung Root auf bis zu 2,5 Kilometer ausgebaut und soll im Herbst 2015 in Betrieb gehen. Im Herbst 2016 soll dann in einer zweiten Etappe das Gebiet Ebikon/Buchrain erschlossen sein.

Prominenter Wärmeabnehmer ist der Aufzugs- und Rolltreppenhersteller Schindler in Ebikon. Das Unternehmen will damit seine Erdgasheizung ablösen.

Neben dem Fernwärmenetz im Rontal plant ewl zudem mit Partnerunternehmen für das bestehende Fernwärmenetz nördlich von Luzern eine neue Zentrale. Die Anlage auf dem Gelände der Swiss Steel AG auf dem Littauerboden soll die Abwärme des Stahlherstellers nutzen und ins bestehende Netz einspeisen.