Baustart für Wohnungen für Schwerbehinderte in Rathausen

In Rathausen bei Luzern hat am Dienstag der Bau von drei neuen Wohngebäuden mit 90 Plätzen für Menschen mit schwerer Behinderung begonnen. Zum 57-Millionen-Projekt gehört auch der Umbau des Klosters und eine Neugestaltung des Areals.

Mit dem Neubau will die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern (SSBL) Kapazitätsprobleme bei der Betreuung von Schwerbehinderten beseitigen und besser auf deren Betreuungsbedarf eingehen. Im Gegenzug hebt sie 26 Provisorien in Rathausen, Blochwil und Menznau auf. Ausserdem streicht sie 43 Plätze wegen ungeeigneter Infrastrukturen.

Die Stiftung müsse sich vorbereiten auf den zunehmenden Pflegebedarf, die komplexeren Formen von Behinderung und die steigende Lebenserwartung der Bewohner, heisst es in einer Mitteilung. Das Grossprojekt in der Gemeinde Ebikon umfasst drei dreigeschossige Wohngebäude im westlichen Teil des Areals unweit der Reuss. Darin werden 90 Wohnplätze für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung untergebracht.

7,7 Millionen Franken fehlen noch

Im Kloster Rathausen soll zudem ein Zentrum für Arbeit und Beschäftigung entstehen. Neben der Sanierung der Klosterkirche sind neue Arbeits- und Mehrzweckräume und vermietbare Büros vorgesehen. Daneben wird das Areal rund um ein Café unter anderem mit einem rollstuhlgängigen Wegnetz umgestaltet.

Die Investitionen belaufen sich auf total 57,7 Millionen Franken. 50 Millionen davon sind laut SSBL durch die Unterstützung von Bund, Kanton und durch Spendengelder sichergestellt. Die Stiftung will in den kommenden Monaten weitere Spender suchen.

Die Stiftung SSBL

Sie betreut im Kanton Luzern seit 1971 Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung. Sie führt in 16 Gemeinden 41 Wohngruppen und mehrere Tagesgruppen für 419 Erwachsene und Kinder. Die Stiftung beschäftigt rund 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.