Becher stapeln als Sportart

Becher möglichst schnell aufeinander stapeln und dann wieder zusammen stecken: Das ist das Prinzip hinter der etwas besonderen Sportart speed stacking. Am Sonntag findet in Baar die Schweizermeisterschaft statt. Zu bewundern sind dort auch die besten europäischen Becherstapler.

 Simea und Melanie Fehrenbach gehören zu den Favoritinnen an der Schweizer Meisterschaft.

Bildlegende: Sie gehören zu den Favoritinnen an der Schweizer Meisterschaft: Simea und Melanie Fehrenbach (von links). SRF

Speed stacking ist eine amerikanische Erfindung. Die Becher müssen zu verschiedenen Figuren zusammengestellt werden, eine spezielle Stoppuhr misst die Zeit auf Tausendstelsekunden genau. Die 12 dazu notwendigen Becher haben Löcher im Boden, damit sie möglichst gut in- und auseinandergleiten.

Dass die Schweizermeisterschaft in Baar stattfindet, hat mit Angela Herger zu tun. Die Lehrerin hat die Bechersportart vor rund acht Jahren entdeckt und in den Sportverein tsv Baar gebracht. Sie selber stapelt auch an Wettkämpfen. Allerdings sind die Jungen die Schnelleren. «Am besten sind meistens die 12- oder 13-Jährigen», sagt Simea Fehrenbach aus dem bernischen Auswil. Die 17-Jährige hält die Schweizer Rekorde in allen Kategorien. Ihre jüngere Schwester Melanie ist allerdings schon nahe an ihren Zeiten dran - sie ist die amtierende Schweizermeisterin.

Nicht nur die schnellen Berner Schwestern sind am Sonntag in Baar an der Meisterschaft, sondern auch europäische Topp-Stapler. Der Anlass soll aber auch blutigen Anfängern Gelegenheit bieten, die Sportart zu entdecken.

Speed stacking in Baar