Zum Inhalt springen

Befreit aus dem Hölloch Zuerst einmal unter die Dusche

Die acht im Hölloch eingeschlossenen Männer sind zuhause. Der Ausstieg dauerte 2,5 Stunden. Die Details zum Einsatz.

Legende: Video Eingeschlossene sind befreit abspielen. Laufzeit 1:32 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 26.01.2018.

Wann hat man sich zur Bergung entschlossen? Laut der Chefeinsatzleiterin Regula Höhn wurden vorab immer wieder die Wasserstände und das Wetter beobachtet. Bereits am Donnerstagvormittag wurde über einen Einsatz diskutiert und Vorbereitungen getroffen. Im Laufe des Nachmittags wurde dann klar, dass eine Evakuation möglich sei. Man habe nicht mehr länger warten wollen, weil die Gefahr bestand, dass der Siphon wieder zugeht.

Legende: Video «Zuerst haben wir aufgeräumt» abspielen. Laufzeit 0:49 Minuten.
Vom 26.01.2018.

Wie ist die Evakuation abgelaufen? Stefan Nussbaumer, Einsatzleiter in der Höhle, beschreibt, dass die acht Männer in gemächlichem Tempo vorwärtsgegangen seien. Man wollte nichts überstürzen und vermeiden, dass am Ende noch etwas schiefgeht. So dauerte der Einsatz vom Abmarsch beim Biwak bis nach draussen rund zweieinhalb Stunden.

Legende: Video «Beim Ausgang kam das grosse Aufatmen» abspielen. Laufzeit 0:16 Minuten.
Vom 26.01.2018.

War der Ausstieg aus der Höhle gefährlich? Für Einsatzleiterin Höhn hatte während des ganzen Einsatzes die Sicherheit oberste Priorität. Der Ausstieg aus dem Hölloch verlief problemlos. Die Männer konnten die zum Teil noch mit Wasser gefüllten Passagen problemlos verlassen. Der Siphon war ungefähr 40 Zentimeter offen. Die Männer mussten gebückt durch das Wasser waten. Luftmatratzen standen zur Verfügung, wurden aber nicht benutzt. Die Männer waren noch so fit, dass sie nicht zusätzlich unterstützt werden mussten.

Was haben sie nach der Evakuierung als Erstes gemacht? Sie haben eine warme Dusche genommen – nach sechs Tagen ein willkommenes Angebot. Danach wurden sie medizinisch untersucht.

Legende: Video «Den Leuten geht es gut» abspielen. Laufzeit 0:04 Minuten.
Vom 26.01.2018.

Wie geht es den Männern? Ihnen geht es soweit gut. Sie zeigten bei der Untersuchung keinerlei Auffälligkeiten. Kurz vor Mitternacht wurden sie dann nach Hause gebracht.

Legende: Video «Kaffee und Jassen» abspielen. Laufzeit 0:46 Minuten.
Vom 26.01.2018.

Wie vertrieben sie sich die Zeit im Biwak? Es wurde darauf geachtet, dem Tag eine Struktur zu geben. So war um 8 Uhr morgens Tagwacht. Nach einem Frühstück gab es Arbeitseinsätze, an denen sich alle beteiligten. So mussten aus anderen Biwaks Lebensmittel geholt werden. Auch der Benzinvorrat musste ergänzt und der Wasserstand regelmässig kontrolliert werden. Um 14 Uhr gab es Mittagessen und um 20 Uhr das Abendessen. Anschliessend wurde Kaffee getrunken und die Männer sassen bei Gesellschaftsspielen zusammen.

Haben die Veranstalter ein zu grosses Risiko in Kauf genommen? Laut Peter Draganits, Geschäftsführer der Trekkingfirma, die die Tour durchgeführt hat, gab es am Samstag beim Einstieg keinen Anlass, eine solche Tour nicht durchzuführen. «Die Natur ist manchmal unberechenbar», gibt er zu bedenken. Doch es hätten ihn zwischendurch Zweifel geplagt. Nun ist Draganits einfach glücklich und dankbar, dass die Bergung früher als erwartet möglich wurde.

Legende: Video «Es gab keine Absagen» abspielen. Laufzeit 0:33 Minuten.
Vom 26.01.2018.

Werden an diesem Wochenende wieder Touren im Hölloch durchgeführt? Grosse Touren finden keine statt, aber kürzere Touren bis vor den Siphon. Das Wetter ist derzeit frühlingshaft und es besteht die Möglichkeit, dass das Wasser wieder steigt. Zudem muss das grosse Biwak wieder bereitgestellt werden, denn es wurde schnell verlassen. Zudem müssen Vorräte aufgefüllt werden.

Gab es keine Absagen? Draganits zeigt sich selbst erstaunt, dass niemand eine gebuchte Tour storniert hat.

Infografik: Höllloch

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Koni Ulrich (Beck)
    Die Geschichte ist nett. Das Deutsch des oder der Schreibenden ist ein Skandal. Es fängt schon bei der zweiten Zeile an und hält bis zum Ende durch. Frage ans SRF: warum stehen die Redaktoren nicht mit ihrem Namen hin? Vielleicht würden sie dann ihren Text vor dem Publizieren überarbeiten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von SRF News
      Wir haben den Artikel nochmals einer intensiven Rechtschreibeprüfung unterzogen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Mit der obligatorischen Krankenversicherung sind pro Jahr 500 CHF Rettungskosten mitversichert. Den Rest muss man selber bezahlen. Diese Leute haben sich auf eigenes Risiko und ohne jeden Grund ausser ihrem Vergnügen in das Höllloch begeben. Wer übernimmt diese Rettungskosten? Kann ja nicht sein, dass Verunfallte den Krankenwagen bezahlen müssen und solchen FerienabenteurerInnen wird die Rettung aus der öffentl. Kasse bezahlt. SRF-Redaktion: Warum steht dazu nix im Artikel? Danke für Hinweise.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von kurt trionfini (kt)
      Herr Bauert: In der Welt neues entdecken bringt uns in Bewegung, stärkt die Muskulatur, das Herz und das Immunsystem. Vor dem Computer Kommentare schreiben schwächt die Augen, krümmt den Rücken und übersäuert bei manchen Menschen das Gemüt. Oder wie schon mein Onkel Gottfried- 96 Lebensjahre!- sagte: "Willst den Arzt dir sparen, musst`t in`s Höllloch fahren".
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Peter Mueller (Elbrus)
      Da ist niemand besondere Risiken eingegangen - sagt auch die Schwyzer Kantonspolizei. Ein grosses Danke Schön an alle Speleos und die Verantwortlichen des Hölllochs - dass Sie schon seit einiger Zeit - vorbeugende Massnahmen getroffen haben und ganz besonders das Funksystem - das weitgehend von Freiwilligen erarbeitet wurde.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Milan Darem (Mannausorient)
    Ich wünsche allen Opfern und deren Familie alles gute und gute schnelle Genesung von Folgen. Allerdings sollten die medizinischen und anderen Folgen von solchen Spass Expedition und Ausflügen von betroffenen selber getragen bzw. geregelt werden. Öffentliche Kasse ist nicht da weil einige Menschen Adrenalin Schub nötig haben. Solche Tours für Öffentlichkeit wie Wissenschaft sollten natürlich ausgeschlossen sein.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen