Beim Heizen von Weichen liesse sich viel Energie sparen

Über 10'000 Weichenheizungen sorgen in der Schweiz dafür, dass Weichen bei Minusgraden nicht einfrieren. Bei ihrem Betrieb liesse sich einiges an Energie sparen. Der Energiebedarf der Schweizer Weichenheizungen könnte um zehn Prozent gesenkt werden, wenn ihr Betrieb optimiert würde.

Bahntechniker installieren Weichenheizungen am Nordportal des Gotthard-Basistunnels in Erstfeld.

Bildlegende: Bahntechniker installieren Weichenheizungen am Nordportal des Gotthard-Basistunnels in Erstfeld. Keystone

Mit neuen Technologien wie Erdwärme liesse sich sogar noch mehr sparen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Bundesamts für Verkehr unter Beteiligung der Hochschule Luzern.

Anhand der Analyse von Daten der SBB, die zwei Drittel der Weichenheizungen betreibt, konnten die Ingenieure der Hochschule Luzern feststellen, dass manche Weichen deutlich mehr Energie verbrauchten als andere - obwohl Technik und Standort vergleichbar waren.

Die meisten Anlagen seien automatisiert und schalteten sich aufgrund von Wetterdaten selbständig ein und aus, heisst es in der Mitteilung der Hochschule Luzern. Diese Automatisierung werde vereinzelt umgangen, indem die Anlage auf Dauerbetrieb gestellt werde oder die Regelparameter situativ angepasst würden.

Nicht nur im optimierten Betrieb, auch in alternativen Energiequellen sehen die Studienautoren Sparpotenzial. Derzeit werden 69 Prozent der Weichen mit Strom, die restlichen mit Gas geheizt. Erdwärme könnte mancherorts das Heizen mit Strom und Gas ersetzen. Ein Folgeprojekt des Bundesamts für Verkehr soll nun bestimmen, welche Standorte für Erdwärmesonden geeignet wären.