Beim Luzerner «Cannabis-Versuch» ist noch vieles offen

So wie Zürich oder Bern will auch Luzern am Pilotprojekt zum kontrollierten Verkauf von Cannabis teilnehmen. Ob sich Luzern am Berner Modell beteiligt wird nun abgeklärt.

Paolo Hendry - Abteilungsleiter Alter + Gesundheit Stadt Luzern - im Portrait

Bildlegende: Paolo Hendry ist überzeugt, dass sich das Projekt «kontrollierter Cannabis-Verkauf» bewähren wird. SRF

Ein eigenes Projekt werde Luzern kaum entwickeln, sagt Paolo Hendry, Leiter der Abteilung Alter und Gesundheit der Stadt Luzern. Sehr angetan sei man vom Projekt der Stadt Bern. «Bei diesem Modell wird Cannabis in Apotheken verkauft. Das Zielpublikum sind Leute ab 18 Jahren. Ausserdem ist es sehr offen gestaltet», erklärt Hendry. Mit Bern sei man bereits im Gespräch.

Der Versuch solle aufzeigen, wie sich die staatliche Regulierung auswirke. Welchen Einfluss die kontrollierte Abgabe auf den Konsum habe. «Heute müssen sich die Leute die Drogen auf illegalem Weg beschaffen. Sie wissen auch nicht, wie hoch der THC-Gehalt des Cannabis' ist». Mit der kontrollierten Abgabe wäre dies anders, glaubt Hendry.

Zeitpunkt der Umsetzung noch offen

In den nächsten Wochen werde abgeklärt, ob das Berner Modell für Luzern in Frage komme. Unklar sind zurzeit auch die Kosten für das Pilotprojekt.

Ein Joint rauchender Mensch.

Bildlegende: Die Stadt Luzern will beim Cannabis-Versuch auch mitmachen. Keystone

Und schliesslich muss das Projekt vom Bundesamt für Gesundheit bewilligt werden. Vor Mitte 2017 werde Luzern kaum starten können, sagt Hendry weiter.

Am wissenschaftlich begleiteten Versuch wollen auch Genf, Basel-Stadt sowie Bern und Zürich teilnehmen.