Beratungsangebot auf dem Luzerner Strassenstrich bleibt

Frauen, die auf dem Luzerner Strassenstrich der Prostitution nachgehen, werden weiterhin vor Ort beraten. Der Verein Lisa - Luzerner Verein für die Interessen der Sexarbeitenden - hat entschieden, den Beratungscontainer «hotspot» im Ibach als Pilotprojekt fortzuführen.

Neu wird das Beratungsangebot den Sexarbeitenden ab Herbst drei Mal pro Woche zur Verfügung stehen und nicht mehr nur zwei Mal, wie Lisa am Mittwoch mitteilte. Den Container gibt es seit Dezember 2013.

Die erste Pilotphase ist am Dienstag zu Ende gegangen. Aufgrund einer Evaluation hat Lisa entschieden, die Beratungen weiterhin anzubieten, und zwar als Pilotprojekt.

Über eine dauerhafte Einrichtung könne erst ab Mitte 2017 entschieden werden, weil wegen anstehenden Gesetzesanpassungen und Programmen mit Veränderungen auf dem Strassenstrich zu rechnen sei, teilte Lisa mit.

Stadt und Kanton Luzern unterstützen den Beratungscontainer mit jährlich 50'000 Franken. 70'000 Franken pro Jahr muss der Verein privat aufbringen. Neu im Vorstand des Vereins ist Yvonne Schärli, bis am Dienstag Regierungsrätin des Kantons Luzern. Präsidentin ist SP-Kantonsrätin Ylfete Fanaj.