Bevölkerung von Küssnacht muss erneut über Zonenplan abstimmen

Der Bezirksrat von Küssnacht bringt die Zonenplanrevision im November nochmals zur Abstimmung. Dies obwohl die Bevölkerung erst im Juni Nein gesagt hat dazu und die Schwyzer Kantonsregierung ihre Bedenken über das Vorhaben geäussert hat.

Ein Kran auf einem Bauplatz in Küssnacht.

Bildlegende: Der Bezirksrat von Küssnacht will neues Bauland einzonen. Keystone

Der Bezirksrat teilt die rechtlichen Bedenken der Schwyzer Regierung nicht. «Wir gehen nicht davon aus, dass unser Vorhaben rechtlich ein Problem ist», sagt der Bezirksammann Stefan Kaiser. Man habe die Situation analysiert und sei zu diesem Schluss gekommen. Der Bevölkerung stehe es natürlich offen, eine Stimmrechtsbeschwerde einzugeben, dann müsse man halt wieder schauen.

Im November soll der Zonenplan erneut an die Urne kommen, und zwar in fünf Einzelgeschäfte aufgeteilt. «Wir haben gemerkt, dass die Bevölkerung gegen ein paar grössere Einzonungen ist, den Zonenplan sonst aber gutheisst», so Stefan Kaiser. Deswegen sei nun eine differenzierte Abstimmung möglich.

Der Zeitplan sei so eng, weil der Bezirk das Vorhaben unbedingt nach dem alten Raumplanungsgesetz abschliessen wolle. Nächstes Jahr tritt das revidierte Raumplanungsgesetz in Kraft, für Küssnacht würde dies bedeuten, dass die ganzen Pläne neu überarbeitet werden müssen.