«Bewohner und Gebäude altern gemeinsam»

Im «Rütimattli» oberhalb von Sarnen werden 260 Menschen mit einer Behinderung betreut. Es ist die einzige Einrichtung dieser Art im Kanton Obwalden. Die Wohnhäuser, aber auch die Bewohner sind älter geworden und damit haben sich die Bedürfnisse verändert.

Wohnhäuser für behinderte Menschen.

Bildlegende: Die Wohnhäuser der Stiftung «Rütimattli» oberhalb von Sarnen. SRF

Mitte der 1970er Jahre wurde der Gebäudekomplex «Rütimattli» in Sachseln eröffnet. Seit der Erstellung hat sich die Institution immer mehr von einem Schulheim für behinderte Kinder zu einem Erwachsenenwohnheim entwickelt.

«Ein Bewohner lebt seit 40 Jahren - seit der Eröffnung des Hauses - hier», sagt die Heimleiterin Gerda Lustenberger. Die veränderte Altersstruktur ist mit ein Grund für die Sanierung und den Umbau.

«Es existieren Wartelisten»

Gesamthaft investiert der Kanton Obwalden rund 12 Millionen Franken. In den Wohnhäusern werden die sanitären Anlagen erneuert. Gerade im Bereich der Intimität hätten die Erwachsenen andere Ansprüche als Kinder und Jugendliche. So soll es geschlechtergetrennte WC's und Duschen geben.

Die Bewohner werden älter. Und es kommen weniger Kinder mit einer Behinderung ins «Rütimattli.» Das hängt mit der integrativen Förderung zusammen. Heute werden viele der Kinder in die normale Regelklasse integriert.

Ältere Behinderte hingegen würden zurückkommen, «weil ihre Eltern ins Altersheim müssen oder sterben.» Die älteren Behinderten müssen das Haus erst verlassen, wenn dies aus medizinischen Gründen unumgänglich wird.