«Bilder von Smartphones oder Drohnen sind heikler als Fotofallen»

Der Bundesrat will, dass private Fotofallen der Jäger, mit denen sie Wildtiere aufspüren können, verboten werden. Auf den Bildern könnten auch Menschen zu sehen sein und das sei bedenklich. Der Datenschutzbeauftragte der Kantone Schwyz, Ob- und Nidwalden wäre für eine pragmatischere Lösung.

Ein Luchs der im Winter in eine Schneefalle getappt ist.

Bildlegende: Kantone setzen unter anderem Fotofallen ein, um herauszufinden wo und wieviele Luchse in der Region leben. Keystone

Aus Sicht des Datenschutzes könnten Fotos auf denen zum Beispiel Pilzsammlerinnen oder Schneeschuhläufer zu sehen sind heikel sein, findet der Bundesrat. Jules Busslinger, Datenschutzbeauftragter der Kantone Schwyz, Ob und Nidwalden wiederspricht dem nicht.

Er findet aber, dass man anstelle eines Verbots mit den Jägern eine Abmachung treffen könnte bezüglich der Installation der Kameras. «Man könnte für die Kameras einen Winkel finden, die keine Möglichkeit zulässt Menschen zu fotografieren.»

Smartphones oder Fotodrohnen viel problematischer

Viel problematischer findet Jules Busslinger den Umgang mit Smartphones, Skihelmkameras oder Fotodrohnen, wie er gegenüber dem «Regionaljounral Zentralschweiz» sagt: «Davon gibt es viel mehr und die Gefährdung der Persönlichkeitsrechte ist deutlich grösser, als bei den Fotofallen. Diese sind meist abseits der Wege installiert.»