Blueballs: Laute Musik in ruhigen Sälen

Zu den Konzerträumen des Blueballs gehören auch zwei Säle, die für ganz anderes als Rock- und Popkonzerte konzipiert wurden: Der Konzertsaal im KKL, wo sonst vor allem klassischer Musik gelauscht wird, und der historische Zeugheersaal im Hotel Schweizerhof, vor fast 150 Jahren als Ballsaal gebaut.

Der verwandelte KKL-Konzertsaal am Blueballs - hier beim Auftritt der Söhne Mannheims im Jahre 2012.

Bildlegende: Der verwandelte KKL-Konzertsaal am Blueballs - hier beim Auftritt der Söhne Mannheims im Jahre 2012. Keystone

Wer zum ersten Mal ein Pop-Konzert im KKL-Konzertsaal besucht, mag staunen: Feste Bestuhlung und klare Regeln gehören dazu. Anders als bei den meisten Pop-Konzerten ist im Saal Essen und Trinken verboten. Die fest installierten Sitze seien heikel, sagt dazu Oliver Vrieze vom KKL, insbesondere weil die Lüftung in den Sitzen integriert sei.

Im Hotel Schweizerhof hingegen verzichtet man auf strenge Regeln. Im Zeugheersaal, wo die nächtlichen Blueballs-Konzerte stattfinden, darf getanzt und getrunken werden. Das Original-Parkett aus dem Jahre 1865 müsse halt täglich gereinigt und poliert werden, sagt Schweizerhof-Mitbesitzer Mike Hauser. «Dieses Haus soll leben. Denn es nützt uns nichts, wenn wir einen Saal haben, der ein Museum ist.»

Regionaljournal Zentralschweiz, 17.30 Uhr