Calida will Mehrheit an Lafuma übernehmen

Nachdem Calida beim französischen Sportartikelhersteller Lafuma bereits auf operativer Ebene das Sagen hat, will die Schweizer Wäscheherstellerin nun auch die Mehrheitsbeteiligung.

Ein Mann probiert eine Regenjacke.

Bildlegende: Calida steigt mit Lafuma in den Markt mit Freizeitbekleidung ein. Keystone

Seit Anfang Jahr besitzt Calida eine Beteiligung von 15 Prozent an der französischen Lafuma-Gruppe. Zudem übernahm Calida-Chef Felix Sulzberger die operative Leitung des Unternehmens. Die Lafuma-Gruppe, welche die Marken Eider und Millet (Alpinismus), Oxbow (Surfsport) und Lafuma (Outdoor) vertreibt, steckt seit einiger Zeit in operativen Schwierigkeiten. Durch frühere Zukäufe hat sich das Unternehmen finanziell übernommen und muss nun den Schuldenberg abbauen.Trotzdem will Calida das Unternehmen ganz übernehmen und damit in ein neues Geschäftsfeld expandieren.

In einem ersten Schritt will Calida ihren Anteil von 15,3 Prozent auf 50,6 Prozent aufstocken. Diesen Schritt, der über eine Erhöhung des Aktienkapitals vollzogen wird, kostet Calida 35 Millionen Euro. Die Lafuma-Aktionäre müssen die Transaktion noch an einer ausserordentlichen Generalversammlung genehmigen. Anschliessend ist Calida verpflichtet, den Drittaktionären ein Übernahmeangebot zu unterbreiten.

Lafuma macht mit rund 225 Millionen Euro mehr Umsatz als Calida. Calida hat im vergangenen Geschäftsjahr 203,1 Millionen Franken erwirtschaftet. Ein beachtlicher Teil der Erträge floss ebenfalls aus Frankreich. Calida hatte 2005 die französische Marke Aubade übernommen.