Cham und Zug erstellen Inventar für Brutplätze von Vögeln

Einige einheimische Vogel- und Fledermausarten nutzen Hohlräume an Gebäuden als Schlaf- oder Brutplatz. Bei Sanierungen werden solche von Gebäudebrütern genutzte Nischen oft zerstört. Ein Inventar soll helfen die bedrohten Vögel und Fledermäuse besser zu schützen.

Mehlschwalbe beim Nestbau in einer Gebäudenische.

Bildlegende: Die Mehlschwalben sind bedroht, weil es immer weniger Nistplätze gibt. zvg

Neuere Gebäude weisen viel weniger Nischen auf als ältere Häuser. Entsprechend leiden Gebäudebrüter unter dem Mangel an Nistplätzen und ihr Bestand ist daher bedroht. Um ein Bild vom tatsächlichen Bestand und den Brutstandorten zu erhalten, erteilten die Stadt Zug und die Gemeinde Cham dem Umweltbüro Orniplan den Auftrag, ein flächendeckendes Inventar der Brutstandorte zu erstellen.

Der Bestand der Mauersegler wird in der Stadt Zug auf 250 Brutpaare geschätzt. Von Rauchschwalben sind rund 26 Brutstandorte bekannt, die Mehlschwalbe konnte nur noch an neun Standorten nachgewiesen werden. Fledermäuse hingegen leben an 54 Gebäuden der Stadt Zug. In Cham sind rund 90 Gebäude von Seglern und Schwalben bewohnt.

Das Gebäudebrüterinventar der beiden Zuger Gemeinden bildet die Grundlage für den Erhalt und die Förderung der bedrohten Vögel und Fledermäuse.