Das Erbe des Speranza-Programms «50plus» lebt weiter

Nach dem Tod des Speranza-Gründers Otto Ineichen ist auch das Programm «50plus» für über 50-jährige Arbeitslose gestorben. Zwei Organisationen führen jetzt seine Idee weiter.

Eine Hand reisst ein Jobinserat aus der Zeitung

Bildlegende: Gleich zwei Organisationen helfen älteren Arbeitslosen auf der Jobsuche Keystone

Kürzlich wurde bekannt, dass eine Aargauer Firma das Projekt «50plus» des verstorbenen Speranza-Gründers Otto Ineichen übernimmt und weiterführt. Die Firma «Master Chain Technologies» bietet Beratungen und Assesements für Arbeitslose an, die älter sind als 50 Jahre.

Neu kümmert sich ein gemeinnütziger Verein um die selben Klienten. Der Verein «50plus outIn work» bietet Selbstilfegruppen, Job-Coaching und Öffentlichkeitsarbeit für ältere Arbeitslose an.

Man kümmere sich besonders auch um arbeitslose, ausgesteuerte Personen über 50 Jahre, welche ein kleines Vermögen haben. Diese fallen oft zwischen Stuhl und Bank, sagt Heidi Joos, Geschäftsleiterin des Vereins. Sie erhalten keine Sozialhilfe, wenn ihr Vermögen über 4000 Franken beträgt.

Neben den beiden neuen Organisationen kümmern sich auch die RAVs, die Regionalen Arbeitsvermittlungs-Stellen um ältere Arbeitslose. Bei den RAVs begrüsse man grundsätzlich alle Initiativen die in diese Richtung zielen. Nötig seien solche zusätzlichen Organisationen aber nicht, weil die Angebote der RAVs genügen, sagt Kurt Simon, er ist verantworltich für die RAVs im Kanton Luzern.