Das war der Zentralschweizer Abstimmungssonntag im Liveticker

Ein Neuer schafft auf Anhieb den Sprung in die Urner Regierung; Asylsuchende werden im Kanton Luzern auch künftig nicht jedes Jahr in einer anderen Gemeinde einquartiert. Das und noch viel mehr ist an diesem Abstimmungssonntag entschieden worden. Hier finden Sie sämtliche Ergebnisse und Reaktionen.

Der Zentralschweizer Wahl- und Abstimmungssonntag

Die Entscheide in Kürze

  • Uri: Bisherige Regierungsräte wiedergewählt, ausserdem der wilde Kandidat Roger Nager. Für die restlichen zwei Sitze gibt es am 10. April einen zweiten Wahlgang.
  • Sitzverschiebungen im Urner Landrat zugunsten der Bürgerlichen. SP/Grüne -2, CVP -1, FDP +2, SVP +1. Bauen wählt erst am 21. März.
  • Ausbau des Urner Berufs- und Weiterbildungszentrums deutlich angenommen (87,9 Prozent)
  • Ausserdem: 53 Prozent der Urner stimmten für zweite Gotthard-Röhre.
  • Kanton Luzern: 68,4 Prozent Nein-Stimmen zur SVP-Initiative «Für eine bürgernahe Asylpolitik.
  • Stadt Luzern: Budget 2016 (52,6 Prozent) und Landverkauf für Pilatus-Arena (63,7 Prozent) angenommen, Bestattungsreglement abgelehnt (52,4 Prozent).
  • Nidwalden: Zweiter Wahlgang für die Regierungsersatzwahl nötig. Bester nach dem ersten Wahlgang ist Josef Niederberger (CVP, Oberdorf) mit 6050 Stimmen.
  • Schwyz: Kanton muss sich an der neuen Trägerschaft der Hochschule Rapperswil beteiligen (63 Prozent).
Der Ticker ist abgeschlossen.
  • 19 :23

    Das war's!

    Wir verabschieden uns aus dem Liveticker. Hintergrund-Artikel zu den grösseren Vorlagen in der Zentralschweiz finden Sie auf www.srf.ch/zentralschweiz.

    Eine Frau hängt etwas an eine Pinnwand.

    Bildlegende: Das Zentralschweizer Wahl- und Abstimmungs-Puzzle von heute ist komplett. SRF/Lea Schüpbach

  • 18 :45

    Die Zentralschweizer Kantone zur Durchsetzunginitiative

    Vier der sechs Zentralschweizer Kantone haben die umstrittene SVP-Initiative angenommen. Einzig Luzern und Zug lehnten sie ab:

    • Luzern 56,3 Prozent Nein
    • Zug 57,4 Prozent Nein
    • Schwyz 53,9 Prozent Ja
    • Obwalden 52,5 Prozent Ja
    • Uri 51,6 Prozent Ja
    • Nidwalden 50,7 Prozent Ja
  • 18 :39

    Die Zentralschweizer Kantone zur Gotthard-Frage

    Sämtliche Zentralschweizer Kanton haben dem Bau eines zweiten Strassentunnels durch den Gotthard zugestimmt:

    • Schwyz 68,1 Prozent Ja
    • Obwalden 65,5 Prozent Ja
    • Zug 63,3 Prozent Ja
    • Nidwalden 63,1 Prozent Ja
    • Luzern 61,4 Prozent Ja
    • Uri 53 Prozent Ja
  • 18 :23

    Weitere Resultate aus Zentralschweizer Gemeinden

    Der Abstimmungs- und Wahlsonntag neigt sich dem Ende zu. Zusätzlichen Lesestoff finden Sie übrigens auch hier.

    Wer nicht lesen mag, kann hier reinhören:

  • 17 :27

    Landrat Uri: CVP und SP/Grüne verlieren Sitze

    Bei den Wahlen des Urner Parlaments sind FDP und SVP die Gewinner. Federn lassen müssen die Fraktionen von CVP und SP/Grüne.

    Hier die neue Sitzverteilung:

    Die neue Sitzverteilung im Urner Landrat.

    Bildlegende: Die neue Sitzverteilung, in Klammern die Verschiebung zu 2012: CVP 22 (-1), FDP 17 (+2), SVP 16 (+1), SP/Grüne 9 (-2). SRF

  • 17 :04

    «Nager betrieb einen engagierten Wahlkampf.»

    Im Kanton Uri sind die vier bisherigen Regierungsräte im ersten Wahlgang im Amt bestätigt worden. Ausserdem schaffte es FDP-Mann Roger Nager aus Andermatt auf Anhieb in die Regierung. Zu den Gründen für das gute oder weniger gute Abschneiden der Kandidierenden:

  • 16 :37

    Neues Haus für Asylbewerber in Ingenbohl

    Die Schwyzer Gemeinde Ingenbohl kann ein Wohnhaus für 50 Asylbewerber und Flüchtlinge bauen. Der dafür nötige Kredit von 3,1 Millionen Franken wurde mit einem Ja-Stimmenanteil von 54 Prozent gutgeheissen. Die Stimmbeteiligung betrug 73,9 Prozent.

    Ingenbohl muss momentan 86 Asylbewerber und Flüchtlinge betreuen. 37 Personen können derzeit in gemeindeeigenen Liegenschaften einquartiert werden. Für die restlichen Asylbewerber und Flüchtlinge müssen Wohnungen gemietet werden.

  • 16 :13

    Ja-Prognose zum zweiten Gotthard-Strassentunnel

    Zentralschweiz-Korrespondentin Nicole Frank erruiert die Gründe für die Zustimmung - auch aus dem Kanton Uri. Dort sagten 53 Prozent Ja zu einer zweiten Strassenröhre.

    Video «Einschätzung SRF-Korrespondenten Uri und Tessin» abspielen

    Einschätzung SRF-Korrespondenten Uri und Tessin

    2:50 min, vom 28.2.2016

  • 15 :58

    Der Zentalschweizer Wahl- und Abstimmungssonntag auch auf Twitter

  • 15 :34

    Uri: Fünf Regierungssitze bereits im 1. Wahlgang vergeben

    Gewählt sind die vier Bisherigen sowie einer der neuen Kandidaten:

    1. Beat Jörg (CVP, bisher): 11'138 Stimmen
    2. Urban Camenzind (CVP, bisher): 10'424
    3. Heidi Z'graggen (CVP, bisher): 9847
    4. Barbara Bär (FDP, bisher): 8497
    5. Roger Nager (FDP, neu): 7841

    Fünf der Kandidatinnen und Kandidaten verpassten die Wahl im ersten Durchgang:

    1. Urs Janett (FDP): 7094 Stimmen
    2. Toni Epp (FDP): 6317
    3. Dimitri Moretti (SP): 6067
    4. Petra Simmen (SVP): 5439
    5. Alois Arnold (SVP): 3910

    Das absolute Mehr liegt bei 7630 Stimmen, die Stimmbeteiligung bei 61,8 Prozent

    Die Urner Regierungsräte Barbara Bär und Beat Jörg nach ihrer Wahl.

    Bildlegende: Können heute schon auf ihre Wiederwahl anstossen: Die Urner Regierungsräte Barbara Bär und Beat Jörg. SRF/Radka Laubacher

  • 15 :26

    Wahlen Kanton Uri: Es fehlt nur noch Altdorf

    Wahlergebnisse aus dem Kanton Uri.

    Bildlegende: Die detaillierten Ergebnisse nach 19 von 20 ausgewählten Gemeinden. SRF

  • 15 :08

    Schwyz unterstützt auch in Zukunft Hochschule Rapperswil

    Der Kanton Schwyz soll in der neuen Trägerschaft mit Glarus und dem Standortkanton St. Gallen mitmachen. Diese Meinung vertreten 63 Prozent der Stimmenden (Stimmbeteiligung: 60,5 Prozent). Die Schwyzer Regierung wollte sich aus Spargründen nicht an der Trägerschaft beteiligen. Das Kantonsparlament sprach sich hingegen dafür aus.

    Aktuell studieren 113 Personen aus dem Kanton Schwyz an der Hochschule für Technik in Rapperswil (HSR). Der Kanton zahlt dafür einen Beitrag von 1,9 Millionen Franken. Neu muss Schwyz 1,7 Millionen mehr - insgesamt 3,6 Millionen Franken - bezahlen.

  • 14 :58

    Klares Nein zu Luzerner Asyl-Initiative

    Jetzt ist es definitiv: 68,4 Prozent der Stimmenden des Kantons Luzern lehnen die SVP-Initiative «Für eine bürgernahe Asylpolitik» ab (Stimmbeteiligung 64 Prozent).

    Die Partei erhob eine ganze Reihe von Forderungen: Unter anderem verlangte sie mehr Mitsprache. Es solle verhindert werden, dass der Kanton Luzern Entscheide über Asylzuteilungen fälle, ohne dass die Gemeinden mitentscheiden könnten. Ausserdem forderte die Initiative, dass Asylsuchende nach spätestens einem Jahr ihre Wohngemeinde wechseln müssten, damit sie keine «Wurzeln schlagen» könnten.

  • 14 :49

    Wahlen Nidwalden: «Ich war immer beim Volk»

    Bei den Ersatzwahlen für den Nidwaldner Regierungsrat hat im heutigen ersten Wahlgang keiner der vier Kandidaten das absolute Mehr erreicht. CVP-Mann Josef Niederberger erzielte das beste Resultat. Es kommt zu einem zweiten Wahlgang.

    • Josef Niederberger (CVP, Oberdorf) - 6050 Stimmen
    • Walter Odermatt (SVP, Stans) - 5394 Stimmen
    • Josef Durrer (FDP, Wolfenschiessen) - 4341 Stimmen
    • Conrad Wagner (Grüne, Stans) - 3944 Stimmen

    Am Mikrophon von SRF-Redaktorin Mirjam Breu kommentiert Josef Niederberger das Resulat so:

  • 14 :38

    Gotthard-Abstimmung: «Wir werden darauf pochen, dass...»

    Der Urner Baudirektor Markus Züst gehört zu den Verlierern der Abstimmung über einen zweiten Strassentunnel durch den Gotthard. Er gibt sich kämpferisch:

  • 14 :28

    Uri: Berufs- und Weiterbildungszentrum kann ausgebaut werden

    Die Urner Stimmbevölkerung hat den nötigen Kredit von 8,4 Millionen Franken klar genehmigt: 87,9 Prozent der Stimmenden legten ein «Ja» in die Urne. Der Baukredit war auch im Parlament und bei den Parteien unbestritten.

    Das Berufs- und Weiterbildungszentrum Uri in Altdorf platzt aus allen Nähten. Ein Erweiterungsbau bringt nun insgesamt acht neue Schulzimmer sowie einen Multifunktionsraum. Bereits diesen Sommer sollen die Bauarbeiten beginnen. Der Bezugstermin ist im August 2017 geplant.

    Visualisierung des geplanten Berufsbildungszentrums in Altdorf.

    Bildlegende: So könnte das neue Berufs- und Weiterbildungszentrum des Kantons Uri einmal aussehen. zvg

  • 14 :23

    Pilatus Arena: «Wir sind hocherfreut»

    63,7 Prozent der Stimmenden in der Stadt Luzern haben Ja dazu gesagt, dass die Stadt für 18 Millionen Franken ein Grundstück verkaufen darf: In der Nähe der Luzerner Allmend soll eine Saal- und Eventhalle mit 4000 Zuschauerplätzen gebaut werden. Entsprechend erleichtert zeigt sich der Initiant des Projekts:

  • 14 :17

    Salesianum Zug: Wohnungen können gebaut werden

    Die Stadtzuger Stimmberechtigten wollen, dass auf dem Areal Salesianum gebaut wird. Sie haben den zweiten Bebauungsplan knapp mit 52,3 Prozent angenommen. Die Stimmbeteiligung lag bei 66,5 Prozent. Vorgesehen ist auf dem Areal eine Überbauung mit 56 Wohnungen.

    Das Gebiet um das Salesianum in Oberwil gilt als besonders wertvolle Zone mit speziell hohen Anforderungen an die städtebauliche, landschaftliche und architektonische Gestaltung.

  • 13 :55

    Uri sagt «Ja» zur Gotthard-Röhre und zur Durchsetzungsinitiative

    Abstimmung Gotthard-Strassentunnel

    • 10'170 JA
    • 9017 NEIN
    • Stimmbeteiligung 73,3 Prozent

    Nein zum Gotthard sagen nur drei Gemeinden: Altdorf, Erstfeld, Seedorf

    Abstimmung Durchsetzungsinitiative

    • 9732 JA
    • 9138 NEIN
    • Stimmbeteiligung 72,3 Prozent
  • 13 :50

    Emmen darf nur noch ausnahmsweise Grundstücke verkaufen

    In Emmen LU darf die Gemeinde eigene Liegenschaften nicht mehr verkaufen, wenn sie das will. Das Stimmvolk hat mit 51,1 Prozent Ja-Stimmen eine Initiative angenommen, die Verkäufe verbieten und nur noch Abgaben im Baurecht zulassen will. Ein Verkauf ist künftig nur dann noch zulässig, wenn gleichzeitig gleichwertiger Ersatz erworben werden kann. Die Stimmbeteiligung lag bei 60 Prozent.

Regionaljournal Zentralschweiz, 12:03 Uhr bis 19 Uhr