Das Warten der Kantonalbanken auf Klarheit im Steuerstreit

Nachdem sich die US-Justizbehörden mit der Nidwaldner Kantonalbank geeinigt haben, warten die anderen betroffenen Zentralschweizer Kantonalbanken weiter auf Klarheit im Steuerstreit mit den USA.

Logo und Gebäude der Zuger Kantonalbank

Bildlegende: Bis spätestens Ende Jahr soll auch die Zuger Kantonalbank Klarheit erhalten im Steuerstreit mit den USA. Keystone

Die Schweizer Banken konnten sich im Sommer 2013 im Rahmen des US-Steuerprogramms in Kategorien einteilen. In der Zentralschweiz haben sich die Kantonalbanken aus Luzern, Zug und Nidwalden in der Kategorie zwei eingeteilt. Sie können nicht ausschliessen, dass einzelne Kunden gegen das US-Steuerrecht verstossen haben.

Die Nidwaldner Kantonalbank hat eine Einigung erzielt. Sie muss eine Busse von 856`000 Dollar bezahlen. Auf den Entscheid warten müssen noch die Kantonalbanken von Luzern und Zug. Das Vorgehen der US-Justizbehörden sei aufwändig, sagt Pascal Niquille, Chef der Zuger Kantonalbank. Man wisse nicht, wann man mit einem Entscheid rechnen könne.

Die Schwyzer Kantonalbank hat sich in der Kategorie vier eingeteilt. Sie rechnet mit keinen heiklen US-Konten. Die Kantonalbanken von Uri und Obwalden beteiligen sich nicht am US-Steuerprogramm und haben sich keiner Kategorie angeschlossen.