Das Weisse Buch von Sarnen ist jetzt öffentlich zu sehen

Erstmals ist das Weisse Buch von Sarnen ausserhalb der Zentralschweiz zu besichtigen. Das ledergebundene Buch aus dem 15. Jahrhundert ist normalerweise im Obwaldner Staatsarchiv eingelagert. Die Handschrift ist zur Zeit im Landesmuseum in Zürich ausgestellt.

Das Weisse Buch von Sarnen.

Bildlegende: Das Weisse Buch von Sarnen ist eine ledergebunde Handschrift aus dem 15. Jahrhundert. zvg

Das Weisse Buch von Sarnen ist auf den ersten Blick ein unscheinbares, in weisses Leder gebundenes Buch. Aber es ist eine Kostbarkeit. Ohne das Weisse Buch von Sarnen gäbe es den Mythos der Gründung der Eidgenossenschaft nicht. Die Handschrift wurde um 1470 vom damaligen Obwaldner Landschreiber Hans Schriber verfasst. Es enthält die erste Darstellung der Befreiung der Urschweiz von den Habsburgern, den Ursprung der Tell-Geschichte.

Aus Anlass des Gastauftrittes des Kantons Obwalden am Sechseläuten in Zürich ist das Weisse Buch bis am 4.Mai im Landesmuseum ausgestellt. Eine seltene Gelegenheit für ein breites Publikum, das Buch zu sehen, sagt Christian Sidler, der Leiter des Obwaldner Amtes für Kultur und Sport. Denn sonst ist es im Obwaldner Staatsarchiv versorgt und der Öffentlichkeit nicht zugänglich.