Dem Groove auf die Schliche kommen

Forscher der Hochschule Luzern starten ein grosses Hörexperiment im Web. Damit wollen sie der Geheimformel auf die Spur kommen, was genau uns bei bestimmten Songs zum Mitwippen bringt.

Schlagzeug mit Schattenbild

Bildlegende: Das Schattenbild des Beatles-Drummers Ringo Starr bei einem Konzert 1964. Keystone

Warum genau haben manche Songs mehr Groove als andere? Um das herauszufinden, lancieren Forscher der Hochschule Luzern ein öffentliches Hörexperiment im Internet, wie die Hochschule am Mittwoch mitteilte.

Das Projekt fokussiert dabei auf das Instrument, das den Rhythmus am meisten prägt: das Schlagzeug.
Interessierte können an einer anonymisierten Online-Befragung auf Englisch teilnehmen. Sie bekommen dabei einige Schlagzeugrhythmen vorgespielt und sollen beispielsweise beantworten, ob ihnen der Rhythmus gefällt, ob sie Lust hätten dazu zu tanzen, und ähnliches.

Die Forscher möchten möglichst viele Daten zusammentragen und damit unter anderem herausfinden, ob Profimusiker die Rhythmen anders bewerten als Laien, und ob es Unterschiede je nach Alter, Geschlecht oder Musikgeschmack gibt.
Für den Test stellten sie eine Liste von 50 berühmten Schlagzeugern zusammen - vor allem aus Pop, Funk und Rock. Aus jeweils fünf Songs dieser Schlagzeuger wurden markante Schlagzeug-Passagen gewählt, in Notenschrift umgeschrieben und mit einer Software der Hochschule Luzern analysiert.

Groove für die Klinik

Angewendet werde der Groove-Effekt beispielsweise auch in der Medizin, besonders bei der Therapie für Parkinson-Patienten. Dabei könne Musik die Koordination beim Gehen unterstützen, so die Forscher.

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