«Der erste Eindruck des Zustandes ist niederschmetternd»

Sie gilt als regionales Kulturgut im Entlebuch und als Kraftort: Die St. Katharinenkapelle in Escholzmatt. Die über 350-jährige Kapelle ist aber in einem schlechten Zustand. Nun startet ein Sanierungsprojekt.

Direkt an der lärmigen Kantonsstrasse, mitten im Dorf Escholzmatt steht die kleine St. Katharinenkapelle. Nebenan stehen grosse Wohnhäuser, die Kapelle geht fast etwas unter. Die Kapelle aus dem Jahr 1646 hat definitiv schon bessere Zeiten gesehen.

In der Wand hat es mehrere Risse, die Fenster sind nicht mehr dicht und der Holzboden bei den Kirchenbänken ist morsch. Deshalb startet die Kirchgemeinde ein Sanierungsprojekt. Die Gemeinde will ein Darlehen von 300‘000 Franken aufnehmen. Nun entscheidet die Kirchgemeindeversammlung.

«Der erste Eindruck des Zustandes ist niederschmetternd», sagt Franz Zemp, der bei der Projektleitung der Sanierung mithilft. Die Kapelle ist historisch wertvoll, befinden sich im Innern doch Kirchenbänke, die zu den letzten im Kanton Luzern gehören, die noch von Hand verziert worden sind. Ebenfalls gibt es Bilder von Persönlichkeiten aus der Kirchengeschichte.

In Zukunft soll auch eine weltliche Nutzung des Kirchenraumes möglich sein. Denkbar seien laut Kirchenrat Konzerte oder Lesungen.