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Zentralschweiz «Der französische Cartoon ist bissiger»

Der 38-jährige Krienser Jonas Brühwiler ist Lehrer und Cartoonist. Er zeichnet im Auftrag des Nebelspalters, für den Luzerner Lehrerinnen-und Lehrerverband aber auch für die Katholische Kirche Luzern. Nicht immer finden seine Cartoons beim Auftraggeber Gefallen.

Jonas Brühwiler ist in Hitzkirch aufgewachsen und hat dort das Lehrerseminar besucht. Heute lebt der 38-jährige mit seiner Familie in Kriens. Neben seinem 50%-Pensum als Lehrer zeichnet Jonas Brühwiler Cartoons - meist im Auftrag. Zum Beispiel für den Nebelspalter, die Katholische Kirche Luzern oder den Lehrerinnen-und Lehrerverband Luzern.

«Böse Reaktionen habe ich selten», sagt Jonas Brühwiler. Aber ein Auftraggeber könne einem schon ans Herz legen, das eine oder andere «anders zu zeichnen». Für Jonas Brühwiler gibt es durchaus Tabuthemen: «Kinder sterben zu lassen geht beispielsweise gar nicht.»

«Erlaubt ist was witzig ist»

Für Jonas Brühwiler ist es wichtig, sich in der Materie auszukennen, die er karikiert. Die Cartoons von Charlie Hebdo sind Jonas Brühwiler persönlich teilweise zu «klischiert». Selber hat Jonas Brühwiler zwei Jahre in der Comic- und Cartoon-Hochburg Brüssel studiert. Dabei sei der französische Cartoon mit seiner langen Tradition im Alltag mehr verankert und deshalb auch «bissiger und böser» als der im deutschsprachigen Raum.

Regionaljournal Zentralschweiz; 17:30 Uhr

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2 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe, Gwatt
    Das ist Kindergarten gegenüber der Satire in Frankreich. Bei uns ist die freie Meinungsäusserung verboten. Ein Lehrer der versucht, sich anzupassen, das ist typisch. Bei uns können sich wirkliche Satiriker gar nicht entwickeln. Es ist einfach schade, dass wir in vielen Hinsichten gar keine Ahnung vom echten Leben +dessen Reizen haben. Ich rate der Jugend, einige Jahre in die Fremde zu ziehen +sich dort einzugliedern d.h. nicht immer mit der Schweiz vergleichen. Nur so spührt ihr das echte Leben!
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    1. Antwort von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
      Wenn ich diese Karikaturen mit der bissigen „crudo y duro“ Satire bis unter jede Sau, so bei uns hierzulande betrachte. Gerade weil es bei uns so viel kracht und dunkle Mächte mit „limpieza social“, entsprechend hart und gnadenlos vorgehen. Ehrverletzungsklagen gibt’s wenige. Jede(r) weiss wie der Karren läuft und Richter erledigen solche Anzeigen besser nicht vor dem "Erlebensfall". Die wollen auch leben. Ist natürlich kein Vorzeigemodell, aber sehr lebensnah :-(
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