Der Kanton Luzern hofft auf Autobahnumfahrung

Das milliardenteure Umfahrungsprojekt «Bypass» hat beim Bundesrat zwar nicht erste Priorität. Der Luzerner Baudirektor Robert Küng ist allerdings überzeugt, dass es realisiert wird. Am Donnerstagabend hat das Bundesamt für Strassen ASTRA über den Stand der Planung informiert.

Grafische Darstellung der Umfahrung

Bildlegende: So soll das Umfahrungsprojekt Luzern dereinst aussehen. zvg

Die Umfahrung der Stadt Luzern sieht neben der heutigen Stadtautobahn zwei neue zweispurige Tunnelröhren von rund vier Kilometern vor. Der Bund erarbeitet derzeit ein entsprechendes Projekt. Das Vorhaben wird rund 1,7 Milliarden Franken kosten. Die Finanzierung ist allerdings noch offen.

Das Bundesamt für Strassen ASTRA setze alles daran, das Projekt voranzutreiben, sagte Jürg Röthlisberger, stellvertretender Direktor des ASTRA im Regionaljournal Zentralschweiz. «Wir haben schliesslich einen Auftrag des Bundesrates», erklärte er. Auch der Luzerner Baudirektor Robert Küng sieht grosse Chancen, dass der «Bypass» Realität wird.

Adrian Borgula, Umwelt- und Verkehrsdirektor der Stadt Luzern, ist etwas skeptischer. Die Stadt sei sich bewusst, dass der «Bypass» eines von vielen Projekten sei, welches der Bund finanzieren soll. Trotzdem unterstütze man das Umfahrungsprojekt, stellt aber auch Forderungen, sagt Adrian Borgula: «Der Autoverkehr darf in der Stadt Luzern nicht zunehmen und für die betroffenen Quartiere muss eine akzeptable Lösung gefunden werden.»

Um das Verkehrsproblem der Stadt Luzern zu lösen, müsse man auf den öffentlichen Verkehr setzen, so Borgula weiter und betont, dass dafür das Projekt «Tiefbahnhof» wichtig sei. Allerdings haben die Pläne für einen Tiefbahnhof in Luzern beim Bund  nicht erste Priorität. Die Finanzierung ist ebenfalls offen.