Der Kanton Schwyz doppelt in Sachen Steuererhöhung nach

Der Kanton Schwyz rechnet für das Jahr 2015 mit roten Zahlen. Die Regierung geht von einem Minus aus von 39 Millionen Franken. Dieses Resultat schafft der Kanton Schwyz allerdings nur, wenn das Parlament eine Steuererhöhung für alle gutheisst.

Das Regierungsgebäude in Schwyz.

Bildlegende: Die Schwyzer Regierung will mit einer allgemeinen Erhöhung des Steuerfusses die Finanzen in den Griff bekommen. SRF

Bereits am Sonntag hatten die Schwyzer Stimmberechtigten eine Steuererhöhung beschlossen. Mit diesen Anpassungen soll mehr Geld von den Gutverdienenden und Vermögenden geholt werden.

Der Steuerfuss soll von heute 120 Prozent auf 155 Prozent erhöht werden. Mit den beiden Steuererhöhungen sollen insgesamt 164 Millionen Franken in die Staatskasse fliessen.

Dass der Kanton Schwyz mehr Steuereinnahmen braucht, dafür gibt es mehrere Gründe. Jedes Jahr müsse der Kanton mehr Geld in den Nationalen Finanzausgleich NFA einzahlen, argumentiert die Regierung. Zudem steigen die Beiträge für die Spitalversorgung, für den Kindes- und Erwachsenenschutz und für die Fachhochschulen.

Die entscheidende Debatte im Dezember

Aber auch auf der Aufgabenseite will die Regierung den Hebel ansetzen. Es brauche ein weiteres Sparprogramm, bei welchem alle Aufgaben und Leistungen des Kantons genau überprüft werden müssten.

Als nächstes entscheidet nun das Kantonsparlament über die Steuererhöhung in der Dezembersession. Falls die Steuerfusserhöhung abgelehnt wird, droht das Minus für 2015 um 100 Millionen Franken höher zu werden.