Der Kanton Schwyz schreibt tiefrote Zahlen

Der Regierungsrat des Kantons Schwyz hat die Staatsrechnung 2012 verabschiedet. Sie schliesst mit einem Defizit von knapp 95 Millionen Franken ab. Der Regierungsrat will deshalb ein weiteres Sparpaket schnüren und schliesst auch Steuererhöhungen nicht aus.

Kaspar Michel

Bildlegende: Der Finanzdirektor des Kantons Schwyz, Kaspar Michel, muss tiefrote Zahlen präsentieren zvg

Die Staatsrechnung schliesst um 1,9 Millionen Franken schlechter ab als budgetiert. Wegen des Minus sinkt das Eigenkapital des Kantons Schwyz auf knapp 420 Millionen Franken.

Zwar habe der Kanton das Geld sparsam eingesetzt: Man habe zum Beispiel den Sachaufwand um über 6 Millionen unterschreiten können, teilte das Finanzdepartement des Kantons Schwyz am Donnerstag mit. Auch die Ausschüttungen der Nationalbank seien mit 12 Millionen Franken höher gewesen, als erhofft.

Allerdings traft das budgetierte Wachstum an Einkommens- und Vermögenssteuern nicht vollumfänglich ein. Di Erwartungen seien zu ambitioniert gewesen:  Es sind 56 Millionen Franken weniger eingegangen als erwartet.

Das könne damit zusammenhängen, dass mehrere steuerkräftige Personen ihre Einkommen in Form von Dividenden statt normalem Einkommen auszahlen liessen, sagt Finanzdirektor Kaspar Michel gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz.  Da diese nur sehr tief besteuert werden, spüre der Kanton dies sofort.

Um die Kantonsfinanzen wieder ins Lot zu bringen, hat der Regierungsrat einen Aufgaben- und Verzichtsplan gestartet. Man wolle genau untersuchen, wo gespart werden könne.