Der Kanton Zug will den kantonalen Finanzausgleich anpassen

Die Stadt Zug zahlt jedes Jahr über 50 Millionen Franken an den Finanzausgleich innerhalb des Kantons. Dies sei zu viel, monieren die Stadtzuger seit längerem. Nun gibt es Änderungsvorschläge, welche die Gebergemeinden entlasten.

Portrait von Peter Hegglin, Finanzdirektor Kanton Zug.

Bildlegende: Peter Hegglin spricht von einem Zuger Kompromiss. SRF

Die Regierung des Kantons Zug und die elf Gemeinden haben gemeinsam eine Lösung gefunden, wie der Finanzausgleich angepasst werden kann. Der gefundene Kompromiss ist, dass weniger Geld von den Gebergemeinden an die Nehmergemeinden umverteilt wird.

Durch verschiedene Änderungen in der Berechnung sollen 4,5 Millionen Franken weniger ausgezahlt werden. Ausserdem steuert der Kanton Zug 4,5 Millionen bei, um die Gebergemeinden zu entlasten.

Dies sei zu wenig, sagt der Grünliberale Kantonsrat, Daniel Stadlin: «Ich bin mit diesem Kompromiss nicht einverstanden, der Kanton müsste mehr Geld beisteuern.» Die ursprüngliche Forderung der Stadt Zug, 10 Millionen Franken weniger zahlen zu wollen, werde so nicht erfüllt - es werden ungefähr 7 Millionen Franken weniger sein.

Auch andere Gebergemeinden wollten einen Teil des Kuchens

Der Finanzdirektor des Kantons Zug, Peter Hegglin, gibt den Ball weiter: «Wir wollten nur die Stadt Zug entlasten, dann hätte es mehr ausgemacht», sagt Hegglin gegenüber dem «Regionaljournal Zentralschweiz». Die übrigen Gebergemeinden Oberägeri, Walchwil und Baar seien damit aber nicht einverstanden gewesen. Auch sie hätten einen Teil des Kuchens haben wollen. Nun müsse das Geld halt aufgeteilt werden.

Der Vorschlag kommt nun in den Kantonsrat. Wenn dieser den Änderungen zustimmt, würde frühestens im Jahr 2015 im Kanton Zug weniger Geld von den Gebergemeinden an die Nehmergemeinden umverteilt.