Der Nussknacker geht in den Untergrund

Das klassische Märchenballet «Der Nussknacker» von Pjotr Iljitsch Tschaikowski wird in der Version des Luzerner Tanzensembles zu «Nuts!». Das Stück, welches am Freitag Premiere hatte, wird dabei in eine moderne Tanzsprache umgewandelt, behält aber die dramaturgischen Schwächen des Orginals.

Szene aus dem Tanzstück «Nuts!».

Bildlegende: Moderne Traumbilder: Szene aus dem Tanzstück «Nuts!». zvg

Die klassische Weihnachtsfeier mit der Bescherung verwandelt sich in eine Party-Szene an der UG-Bar, die Traumbilder der Hauptfigur Klara werden zu einer Abfolge von modernen Tanztheater-Szenen: So adaptiert der kanadische Gastchoreograph Kinsun Chan den Nussknacker für die Aufführung des Luzerner Theaters.

Dabei entstehen zwar schöne Bilder, unterlegt von der Tschaikowskis Musik, die der Luzerner Musiker Daniel Steffen raffiniert verfremdet. Doch über die Modernisierung von Bildern kommt das Stück nicht hinaus. Es bleibt eine Abfolge von Szenen ohne grosse dramaturgische Entwicklung. Daran kann auch die gute tänzerische Leistung des Ensembles wenig ändern.