Der selbstlose Tour-Helfer auf dem Radsattel

Michael Schär aus Geuensee fährt zum dritten Mal an der Tour de France. Dabei stellt er seine persönlichen Ziele hinten an und schwitzt für sein Team. Denn zu seiner Mannschaft gehört der Tour-Favorit Cadel Evans.

Michael Schär bei der Zieleinfahrt der Schweizermeisterschaft im Strassenrennen 2013.

Bildlegende: Trotz dem Schweizermeistertitel im Strassenrennen steht für Michael Schär die Arbeit für das Team im Vordergrund. Keystone

«Für mich ist es kein Problem für die Leader meiner Mannschaft zu fahren. Ein Sieg von ihnen fühlt sich wie ein Eigener an», sagt Michael Schär. Der 26-jährige Radrennfahrer ist ein klassischer Helfer: Er macht Tempo, wenn es nötig ist und bringt seinen Team-Captain Cadel Evans in die richtige Position. Wenn dieser sogar die Tour gewinnen würde, wäre das das grösste Lob für Schärs Arbeit.

Schweizermeister als Helfer

Trotzdem gibt es Momente, in welchen Schär im Rampenlicht steht. Zum Beispiel als er die Schweizermeisterschaft 2013 im Strassenrennen gewonnen hat. Das Meistertrikot, mit welchem er nun ein ganzes Jahr fährt, gibt ihm eine «spezielle Motivation». Doch es bringt ihn nicht aus seiner Rolle - Und die ist Strampeln für sein Team.