Der Teufel ist zurück im Urserental

Im Freilichttheater «Tyyfelsbrigg» nehmen es die Leute aus dem Urserental mit dem Gotthard und dem Teufel auf. Der Bau der ersten Brücke in der Schöllenenschlucht ist Kern des Andermatter Freilichtspiels 2013.

Szene mit Schauspielern aus dem Stück «Tyyfelsbrigg» in Andermatt.

Bildlegende: Das Stück spielt vor einer schroffen Felskulisse mit 70 Schauspielern. Keystone

Das Freilichttheater ruft zu Beginn die Sage von der Teufelsbrücke in Erinnerung. Demnach liessen sich die Einheimischen die erste Brücke vom Teufel bauen und versprachen ihm als Lohn eine Seele. Schnippisch schickte das Dorf aber einen Ziegenbock über die Brücke. Nach dem Auftakt folgt das Theater im Theater.

Leitmotiv für das Stück sind die Sagen rund um die Teufelsbrücke, um den Teufelsstein sowie den Uri-Stier. «In den Sagen gibt es viele Auslassungen. Es stellen sich Fragen, zum Beispiel: Wer wäre wohl über die Brücke geschickt worden» sagte die Luzerner Autorin Gisela Widmer gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz von Radio SRF.

Widmer will aber auch an den Gotthard als Gründungsmythos für die Schweiz und an die Ursprünge des Alpentransits erinnern. Das Freilichtspiel «Tyyfelsbrigg» wird bis am 25. August in Andermatt gezeigt. Regie führt Livio Andreina.