Die befristete Kulturoase in Brunnen

Die «Zementi» in Brunnen ist eine grosse Industriebrache. Die Besitzerin des Areals, die Schwyzer Kantonalbank, plant dort den Bau eines neuen Quartiers. Doch bis es soweit ist, bieten die speziellen Gebäude Platz für spezielle Kulturprojekte.

Blick auf das Zementi-Areal in Brunnen - im Vordergrund Nova-Brunnen-Geschäftsführer Christian Kündig.

Bildlegende: Blick auf das Zementi-Areal in Brunnen - im Vordergrund Nova-Brunnen-Geschäftsführer Christian Kündig. SRF

Das ganze Areal erstreckt sich über 73'000 Quadratmeter, was in etwa 10 Fussballfeldern entspricht. Noch stehen dort die Gebäude, in denen während über 100 Jahren Zement produziert wurde. Im Auftrag der Schwyzer Kantonalbank plant die Firma Nova Brunnen auf dem Areal mehrere Überbauungen. Wohnraum und Arbeitsplätze sollen entstehen.

Das ganze Projekt soll in den nächsten 15 Jahren gebaut werden. Bevor die alten Gebäude abgebrochen werden, sind sie aber für eine Zwischennutzung freigegeben. So ist aus der Zementi ein vielfältiger Kulturplatz geworden. Im alten Verladeturm zum Beispiel ist ein Bar- und Konzertlokal entstanden und in der Zementhalle 6 startet bald Annette Windlins Theaterprojekt «Big Bang Brunnen».

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • «Big Bang» - wie die Menschen dem Schöpfer ins Handwerk pfuschen

    Aus Kulturplatz vom 7.8.2013

    Was soll der Schöpfer bloss tun, wenn seine Schöpfung Mensch ihm in die Schöpfung pfuscht und selber Lebewesen schöpft? Im Theaterstück «Big Bang» von Annette Windlin und Gisela Widmer - vom 23. August bis 12. Oktober 2013 in der alten Zementfabrik in Brunnen SZ - ist Gott zutiefst verunsichert durch die Kreation des geklonten Schafes Dolly. Das von Oskar Panizzas «Liebeskonzil» inspirierte Spektakel dreht sich um göttliche und teuflische Betrachtungen des Zauberlehrlings Mensch.

    Nicole Salathé

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