Die Boa-Belegschaft glaubt an den Standort Rothenburg

Die Belegschaft der Boa AG in Rothenburg ist im Gegensatz zum Management überzeugt, dass ihr Werk eine Zukunft hat. Sie schlägt vor, den Standort Rothenburg auf Nischenprodukte zu konzentrieren. Damit könne der Grossteil der Arbeitsplätze gerettet werden.

Metallschläuche wie sie die  Firma BOA AG in Rotehnburg herstellt

Bildlegende: Die Belegschaft des Metallverarbeiters BOA AG will mit Nischenprodukten den Standort Rothenburg sichern zvg

Der deutsche Industriekonzern Boa hatte Ende September bekannt gegeben, dass in Rothenburg 155 der 168 Stellen abgebaut würden. Das Schweizer Werk sei nicht profitabel und schreibe seit zwei Jahren Verluste.

Der Standort Rothenburg, wo etwa Metallschläuche und -bälge hergestellt werden, solle deshalb geschlossen und die Produktion in andere Länder verlegt werden.

Im Rahmen des bei Massenentlassungen vorgesehenen Konsultationsverfahrens schlägt die Angestelltenkommission dem Management nun aber vor, den Standort Rothenburg nicht zu schliessen, sondern zum Kompetenzzentrum für flexible Elemente zu entwickeln.

Mit Nischenprodukten gäbe es eine Zukunft für den Standort Rothenburg, sagte Michel Kunz im Gespräch mit SRF. Michel Kunz vertritt die Belegschaft als Präsident der Arbeitnehmerkommission gegenüber der Unternehmensführung. Das Management der Boa nimmt noch nicht Stellung zu den Vorschlägen, wie die Medienstelle mitteilte.