Die Folgen der Gault Millau-Plakette für Gurtneller Restaurant

Als «Entdeckung des Jahres 2013» wurde vor einem Jahr das Gasthaus im Feld in Gurtnellen ausgezeichnet. Für die beiden Wirte bedeutete das einerseits ein oft ausgebuchtes Restaurant mit Gästen aus dem ganzen Land. Andererseits gab es aber auch Anfeindungen aus den Reihen der Bevölkerung.

Die Auszeichnung als «Entdeckung des Jahres 2013» sorgte bei den beiden Gastgebern des Gasthauses im Feld in Gurtnellen für einigen Wirbel. «Von diesem Tag an klingelte unser Telefon fast pausenlos, wir waren zwei Monate lang voll ausgebucht», erinnert sich Marco Helbling. Doch selbst nach diesem ersten Ansturm finde auch heute noch Kundschaft aus der ganzen Schweiz den Weg nach Gurtnellen.

Anfeindungen im Dorf

Im Dorf selbst stiessen die beiden Gastronomen mit ihrer Auszeichnung allerdings auf teilweisen Widerstand. «Wir wurden von der Bevölkerung hart angegangen, immer mal wieder auch verhöhnt.» Dennoch kann Helbling diese Reaktion mehrheitlich nachvollziehen. Für die Dorfbevölkerung sei es halt ungewohnt gewesen, dass sich plötzlich in deren Stammlokal immer mehr auswärtige Gäste hätten bekochen lassen.

Ob sich dieser Widerstand aus dem Dorf nun legen wird, ist offen. Gastgeber Marco Helbling hofft es. «Die rote Gault Millau-Tafel am Gasthaus bleibt, wir bleiben unserem Konzept treu.» Willkommen seien bei ihnen alle.

Auf- und Absteiger des Gault Millau 2014