Hochperron in neuem Glanz «Die Königin der Berge hat nun wieder einen würdigen Bahnhof»

Nach sieben Jahren Bauzeit wurde der historische Hochperron der Rigi Bahnen in Arth-Goldau mit einer Feier eröffnet.

Der Hochperron stammt aus dem Jahr 1897 und steht unter Denkmalschutz. Deshalb gestalteten sich die Arbeiten aufwändiger als ursprünglich angenommen. Der rund 200 Tonnen schwere Perron musste aufgrund des Vier-Meter-Korridors der Neat angehoben werden.

«Bei einem solchen Projekt fehlten uns schlicht die Erfahrungswerte und wir mussten auch Lehrgeld bezahlen», blickt Karl Bucher, Verwaltungsrat der Rigi Bahnen, zurück. Die Sanierung des Perrons musste mehrere Male unterbrochen werden und es kam auch zu Kostensteigerungen.

Insgesamt kostete die Sanierung rund 18 Millionen Franken. Rund vier Millionen zahlten die SBB und die öffentliche Hand. «Dank der guten Entwicklung, die die Rigi Bahnen in den letzten Jahren durchlebt haben, können wir auch die Mehrkosten gut stemmen», so Bucher gegenüber Radio SRF.

Touristen müssen nicht mehr weit laufen

Für die Rigi Bahnen sei die Neueröffnung des Hochperrons ein Meilenstein. Nun hätten die Touristen wieder einen direkten Zugang zu den Kompositionen der Rigi Bahnen. In den vergangenen Jahren mussten sie bei einer etwas entfernten, improvisierten Station beim Pfarreizentrum einsteigen.

«Die Königin der Berge hat nun wieder einen würdigen Bahnhof», sagt Karl Bucher. Die Rigi Bahn sei die älteste Zahnradbahn von Europa und deshalb sei man auch dem historischen Erbe verpflichtet. «Die 18 Millionen Franken sind zwar schon viel Geld, aber wenn der Hochperron wieder für die nächsten 100 Jahre hält, hat sich die Investition gelohnt.»