«Die Leidenschaft für den Skirennsport ist sehr gross»

Skirennfahrerinnen aus der Zentralschweiz sorgen im Weltcup regelmässig für Furore. Dass gerade Fahrerinnen aus der Zentralschweiz mit der Weltspitze mithalten können, habe mehrere Gründe, sagt Peter Steffen, ehemaliger Skirennfahrer und Trainer von Nachwuchsteams.

Peter Steffen

Bildlegende: Der ehemalige Nachwuchstrainer und Rennleiter Peter Steffen. SRF

Die Unteribergerin Wendy Holdener schaffte im Jahr 2013 den ersten Podestplatz in ihrer Karriere – in einem Weltcup-Slalom. Die Schwyzerin Nadja Jnglin-Kamer schrammte an der Weltmeisterschaft in Schladming nur ganz knapp am Podest vorbei. Und Fabienne Suter aus Sattel liess gleich mit mehreren Klassierungen in den ersten 10 Athletinnen aufhorchen.

Woran liegt es, dass gleich mehrere Skirennfahrerinnen aus der Region im Ski-Weltcup vorne mitmischen? «Die Akzeptanz und die Leidenschaft für den Skisport in der Region Zentralschweiz ist sehr gross – ähnlich wie beim Schwingsport», sagt Peter Steffen gegenüber dem «Regionaljournal Zentralschweiz». Peter Steffen war Trainer diverser Juniorenteams und ist Rennleiter bei den internationalen FIS-Rennen auf dem Stoos.

«  Die Skirennfahrerinnen sind grosse Vorbilder für die Juniorinnen »

Peter Steffen

«Dazu kommen immer professionellere Strukturen in der Region», so Steffen. Beispielsweise wurden in den vergangenen acht Jahren in Schüpfheim, Schwyz, Hergiswil und im Hoch-Ybrig Regionale Leistungszentren geschaffen, wo die Ausbildung und Sport von 10 bis 15-jährigen Sportlerinnen und Sportlern im Zentrum steht. «Mit diesen Zentren wurde eine Lücke geschlossen im Vergleich zu Österreich – die Österreicher waren uns in diesem Gebiet immer einen Schritt voraus», sagt Peter Steffen.

Die Erfolge der Zentralschweizer Skirennfahrerinnen haben auch Auswirkungen auf die Zukunft. «Die Juniorinnen haben in den erfolgreichen Skirennfahrerinnen grosse Vorbilder und deshalb wollen sie ihnen nacheifern.» Bei den Männern harze es etwas mit den Resultaten und somit beim Nachwuchs. «Man muss allerdings auch sagen, dass die internationale Konkurrenz viel grösser ist bei den Männern als bei den Frauen», so Peter Steffen.