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Zentralschweiz Die Luzerner CVP im Spardilemma

Die Äusserungen von CVP-Bildungsdirektor Reto Wyss am Luzerner Lehrertag haben für Aufsehen gesorgt. Wyss kritisierte die Finanzpolitik des Kantons mit scharfen Worten. Die Kritik ist auch Ausdruck der schwierigen Lage, in der sich die CVP zurzeit befindet - zwischen Sparkurs und sozialem Gewissen.

Guido Graf und Reto Wyss laufen durch die Luzerner Altstadt.
Legende: Seit den Wahlen gilt für die CVP-Vertreter Guido Graf (links) und Reto Wyss eine andere politische Ausgangslage. Keystone

Der Luzerner Bildungsdirektor Reto Wyss hat am Luzerner Lehrerinnen- und Lehrertag in Sursee für Aufsehen gesorgt. Er äusserte sich zum ersten Mal öffentlich zum millionenschweren Sparpaket in der Bildung. Dabei kritisierte er die Finanzpolitik des Kantons Luzern in ungewohnt scharfen Worten.

Die Finanzpolitik des Kantons Luzern sei geprägt von einer «Buchhaltermentalität» und der Kanton Luzern brauche eine «Finanzstrategie, die den Namen verdient». In seiner Rede begründete Wyss zwar auch, warum es das Sparpaket in der Bildung brauche. Aber mit seiner Aussage übt er doch deutliche Kritik an der Finanzpolitik.

Wyss sprach davon, dass der Kanton auch ein Einnahmenproblem habe. Die Steuererträge hätten sich nicht so entwickelt wie erhofft. Damit verliess Reto Wyss seine Rolle als Regierungsrat und wandte sich als CVP-Vertreter an die Lehrerinnen und Lehrer. Damit zeigt sich die schwierige Position der CVP, in der sich die Partei befindet: Einerseits ist sie skeptisch bei Kürzungen in der Bildung. Andererseits stützte sie bisher die Steuerstrategie des Kantons immer.

Regionaljournal Zentralschweiz, 12:03 Uhr