Die Stadt Luzern erhält eine elektronische Busspur

In Luzern wird erstmals eine elektronische Busspur realisiert. Diese soll es den Bussen ermöglichen, den Stau auf der Spitalstrasse zu überholen. Der Stadtrat beantragt dafür dem Parlament einen Kredit von 3,1 Millionen Franken.

Stau auf der Spitalstrasse in Luzern mit Bussen der VBL.

Bildlegende: Busse, die im Stau stecken bleiben, soll es an der Spitalstrasse schon bald nicht mehr geben. zvg

Auf der Achse Kreuzstutz-Kantonsspital-Rosenberg kommt es in den Stosszeiten regelmässig zu Staus. Der Stadtrat will in zwei Etappen die Situation für den öffentlichen Verkehr und die Velofahrer verbessern. Er legte am Dienstag einen entsprechenden Bericht und Antrag an den Grossen Stadtrat vor.

Die erste Etappe umfasst eine elektronische Busspur vom Kantonsspital bis zum Kreisel Kreuzstutz. Wenn der Stau eine gewisse Länge erreicht hat, kann der Buschauffeur diese Busspur anfordern. Dadurch werden die in der Gegenrichtung fahrenden Autos gestoppt, und der Bus kann den Stau auf der freien Gegenfahrbahn überholen.

Der Voranschlag beträgt 3,1 Millionen Franken, davon soll der Bund via Agglomerationsprogramm 0,9 Millionen Franken übernehmen. Die Realisierung einer permanenten Busspur durch bauliche Massnahmen hat der Stadtrat aus Kostengründen verworfen. Die Massnahmen sollen ab Sommer 2016 realisiert werden.