Die Tragödie hat Menznau zusammengebracht

Am 27. Februar 2013 passierte das Unfassbare: In der Firma Kronospan erschoss ein Mann vier Arbeitskollegen und dann sich selbst. Die Tat hat in der Gemeinde am Fuss des Napfs unverwischbare Spuren hinterlassen. Gemeindepräsident Adrian Duss schaut auf das schwierige Jahr zurück.

Der Gemeindepräsident von Menznau vor dem Gemeindehaus.

Bildlegende: Adrian Duss, der Gemeindepräsident von Menznau schaut zuversichtlich in die Zukunft. SRF

An jenem Morgen war der Arbeiter der Kronospan an seinem arbeitsfreien Tag unvermittelt in der Kantine aufgetaucht. Mit einer Pistole schoss er auf seine Arbeitskollegen. Vier Menschen wurden tödlich verletzt. Und auch der Täter starb an einem Schuss aus seiner Pistole. Noch immer ist offen, ob er sich absichtlich umbrachte, oder ob sich der Schuss löste. Auch das Motiv des Täters ist weiterhin nicht ganz geklärt. Ein forensisch-psychiatrisches Gutachten steht noch aus.

«  Die Leute hier haben das Thema immer wieder diskutiert, sie sind zusammengerückt. »

Adrian Duss
Gemeindepräsident Menznau

Der Gemeindepräsident selber war von Anfang an stark gefordert: Angehörige unterstützen, die Hilfskräfte organisieren. Er habe vor allem funktioniert, um die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger zu erfüllen. Inzwischen habe die Gemeinde das traurige Ereignis hinter sich lassen können. Man dürfe die Tat zwar nicht vergessen, aber trotzdem sei es wichtig, dass sie einen nicht ständig verfolge, sagt Duss. «Wir schauen wieder vorwärts.»