Die Zimmeregg-Badi in Littau bleibt diesen Sommer zu

Das Waldschwimmbad Zimmeregg im Luzerner Stadtteil Littau wird im Sommer 2014 nicht in Betrieb genommen. Der Stadtrat begründet dies damit, dass in gewissen Becken zu hohe Schadstoff-Konzentrationen festgestellt worden seien.

Ein Schwimmbecken mit einer roten Rutschbahn im Hintergrund.

Bildlegende: Die Zimmeregg-Badi in Littau muss dringend saniert werden. ZVG

Der Schadstoff PCB ist eine Chlorverbindung, die in Lacken, Farben, Kunststoffen und Kittfugen vorkommt und in der Schweiz seit 1986 verboten ist. Obwohl das Waldschwimmbad schon 2008 eine Sanierung durchgeführt hatte, wurden im vergangenen März bei neuen Messungen Belastungen festgestellt, die teilweise über den Grenzwerten liegen, wie die Stadt Luzern mitteilte.

Keine Gefahr für Schwimmer

Die Substanzen seien in den abblätternden Farbanstrichen der Becken nachgewiesen worden. Durch die Verwitterung seien sie aber auch in die Böden rund um die Becken gelangt. Da PCB nicht wasserlöslich ist, besteht für Badende keine Gefahr. Eine Gefährdung sei aber nicht ausgeschlossen, wenn belasteter Boden oder Farbpartikel eingenommen werden, schreibt die Stadt weiter.

Gemäss der Mitteilung befindet sich die Anlage, die die Stadt 2013 von der Genossenschaft Schwimmbad Littau-Reussbühl übernommen hat, in einem schlechten Zustand. Der Stadtrat werde bis im Herbst prüfen, wie das Bad wieder in Betrieb genommen werden könne. Für den Weiterbetrieb während der nächsten zehn Jahre seien wohl Investitionen von sieben bis zehn Millionen Franken nötig.