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Vorfahrt für Bahnhof: 377 Parkplätze müssen weg
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 15.01.2020.
abspielen. Laufzeit 04:40 Minuten.
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Durchgangsbahnhof Luzern Bahnhof-Parkhaus muss weg

  • Die Perronanlagen des geplanten Durchgangsbahnhofs durchqueren das Bahnhofparking Luzern (P1). Die 377 Parkplätze müssen grossmehrheitlich weichen.
  • Die Stadt Luzern anerkennt die Bedeutung der zentralen Parkmöglichkeiten und nimmt die Parkhausproblematik in die Planung auf.
  • Die Parkhausbetreiber haben bereits Standortalternativen für ein neues Parkhaus vorgeschlagen.
  • Die Testplanung der Stadt Luzern zur Bahnhofsumgebung läuft von April bis Oktober 2020.

In verschiedenen politischen Berichten zum Jahrhundertprojekt Durchgangsbahnhof Luzern ist es erwähnt: «Die neue Perronanlage durchquert das bestehnde Bahnhofparking (P1) auf einigen Etagen», steht unter anderem im Bericht des Luzerner Stadtrats vom August 2019.

Viele Parkingkunden haben noch gar nicht realisiert, dass das Parkhaus wegfallen wird.
Autor: Christoph NickVerwaltungsratspräsident Tiefgarage Bahnhofplatz AG

Beim tangierten Parkhaus handelt es sich um die mehrstöckige Tiefgarage unter dem Bahnhofplatz mit 377 Parkplätzen und direktem Zugang zum Bahnhofsgebäude und KKL. Viele hätten noch gar nicht realisiert, dass diese Parkplätze wegfallen würden, sagt Christoph Nick, Verwaltungsratspräsident der Tiefgarage Bahnhofplatz AG: «Das Bahnhofparking P1 ist wichtig für die SBB, die Schifffahrtsgesellschaft Vielwaldstättersee SGV, für Patienten der Hirslandenklinik im Bahnhof oder für Konzert- oder Kongressgäste des KKL.»

Wo soll das Ersatz-Parkhaus hinkommen?

«Wir sind uns bewusst, dass dies ein wichtiges und gut frequentiertes Parkhaus ist», sagt die Luzerner Stadtplanerin Deborah Arnold. «Deshalb sind wir am Diskutieren, wie die Zukunft aussehen soll. Entscheide sind aber noch keine gefallen.» Es gelte zu klären, ob es einen Ersatz geben solle und wo dieser gebaut werden könnte. Man suche nach der besten Lösung, wie die Stadt Luzern und das Zentrum künftig erreichbar seien und da gehe es nicht nur um den Individualverkehr, sondern um das gesamte Verkehrssystem.

Es gilt zu klären, ob es ein Ersatz-Parkhaus geben soll und wo es hinkommen könnte.
Autor: Deborah ArnoldStadtplanerin Luzern

Die Stadt sei sich aber bewusst, dass Bedarf an Parkplätzen bestehe, sagt Stadtplanerin Deborah Arnold gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz von Radio SRF.

«Ohne zusätzliche Parkplätze ist Chaos programmiert»

Die Tiefgarage Bahnhofplatz AG wünscht sich eine zügige Planung, damit ein Ersatzbau noch vor dem Bau des Durchgangbahnhofs (ab 2030) stehen könnte. «Unsere Zahlen belegen, dass sonst ein Chaos programmiert ist», sagt Christoph Nick seitens der Parkhausbetreiber. «Die Parkplätze der verbleibenden Bahnhof-Parkhäuser (P2 KKL und P3 Universität) reichen nicht.»

Aus diesem Grund hat die Tiefgarage Bahnhofplatz AG in den letzten Jahren bereits mögliche Standortalternativen ausarbeiten lassen. Sieben Standorte wurden evaluiert. Im Vordergrund stünden Optionen im Untergrund vor oder hinter dem KKL. Die Betreiber wünschen einen möglichst vollständigen Ersatz der knapp 400 Parkplätze und direkten Zugang zum Bahnhof und KKL. Die Standortabklärungen, die dem Regionaljournal Zentralschweiz vorliegen, gehen von Kosten in der Höhe von zirka 60 Millionen Franken aus.

Vorabklärungen fliessen in Testplanung

Die Abklärungen für einen Ersatz des Bahnhofparkings fliessen in die bevorstehende Testplanung ein. Die Stadt Luzern beauftragt drei Teams, die künftige Nutzung des Bahnhofs und dessen Umgebung zu untersuchen. Diese Testplanung läuft von April bis Oktober 2020. «Der Umgang mit dem Parkraum ist Teil der Testplanung», sagt Stadtplanerin Deborah Arnold.

Die Bahnhofparkings gehören der Stadt Luzern, der städtischen Pensionskasse und der SBB. Betreiberin ist die Tiefgarage Bahnhofplatz AG.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Genau und nur kein "neues mehr bauen"!
    Privater Auto Stau Verkehr ist auch in "Luzern unnötig"!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von David Kummer  (Philidor)
    Beim Neubau des Luzerner Bahnhofs baute man ein riesiges Parkhaus & vergass dafür, die Velos einzuplanen. Die Velofahrer nahmen sich ihren Platz & wurden tatsächlich mit einer Velostation belohnt: an unattraktiver Lage hinter Bahnhof & Universität, mit Gleiszugang via Unterführung, aber weit weg vom Bahnhofgebäude. Anderswo sind die Velostationen zentraler gelegen (Bern, Basel, Olten, Aarau, Solothurn usw.), vergleichbar mit dem 1. UG des Bhf.-Parkings. Wer fährt Zug? Velo- oder Autofahrer?
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