Durchgangszentrum in Morschach: Straffällige ausquartiert

Einzelne Asylsuchende begingen in den letzten Monaten in Morschach Diebstähle und kleinere Überfälle. Die Straftäter wurden aus dem Durchgangszentrum Degenbalm entweder in Untersuchungshaft oder in eine andere Unterkunft gebracht. Bei der Gemeinde hofft man nun auf eine Beruhigung der Situation.

Durchgangszentrum Degenbalm über Morschach

Bildlegende: Das Durchgangszentrum Degenbalm über dem Dorf Morschach beherbergt seit 30 Jahren Asylsuchende. Keystone

Seit 30 Jahren sind jeweils rund hundert Asylsuchende im ehemaligen Hotel Degenbalm in Morschach untergebracht. «In den letzten Jahren hatten wir praktisch keine Zwischenfälle zu vermelden», sagt der Gemeindepräsident von Morschach, Silvan Kälin, gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz.

Er bestätigt jedoch einen Artikel des «Boten der Urschweiz», dass die Gemeindebehörden aus einzelnen Vorfällen der letzten Monate Konsequenzen ziehen mussten.

«Wir mussten einzelne, straffällig gewordene Asylsuchende ausquartieren», sagt Silvan Kälin, «wir arbeiten eng mit der Polizei und dem Amt für Migration zusammen. Es gibt verstärkt Kontrollen, weitere Massnahmen werden diskutiert».

Aktuell sammeln besorgte Morschacherinnen und Morschacher Unterschriften gegen das Durchgangszentrum. Der Gemeindepräsident Silvan Kälin nimmt diese Bedenken ernst: «Wir haben ein offenes Ohr für unsere Bürger. Wir sind jedoch der Auffassung, dass sich die Situation dank der getroffenen Massnahmen wieder beruhigt.»