Ebikon entscheidet über Einführung eines Einwohnerrates

Unter den grossen Luzerner Gemeinden ist Ebikon ein Sonderfall. Luzern, Emmen, Kriens und Horw haben ein Gemeindeparlament, in Ebikon entscheidet das Stimmvolk an der Urne. Nun kann Ebikon darüber abstimmen, ob ein Einwohnerrat installiert werden soll.

In der Luzerner Agglomerationsgemeinde Ebikon entscheidet das Stimmvolk am 30. Juni darüber, ob neu ein Gemeindeparlament - der Einwohnerrat - installiert werden soll. Heute werden die politischen Geschäfte der Gemeinde an der Urne entschieden. Die Gemeindeversammlung hat Ebikon vor sechs Jahren abgeschafft.

«Eine Chance für Parteien und Organisationen»

«Für Parteien, Organisationen und Privatpersonen ist es häufig sehr schwierig, sich einzubringen», sagt René Friedrich, Präsident der FDP-Ortspartei, einer der Befürworter eines Gemeindeparlaments. In den letzten rund 40 Jahren gab es in Ebikon bereits vier Vorstösse, die ein Parlament verlangten. Bisher wurden alle abgelehnt. Das letzte Mal sagte das Volk 2006 Nein zu einem Gemeindeparlament.

«Das Volk wird auch am 30. November wieder Nein sagen», ist Othmar Som, Präsident der CVP, überzeugt. Ein Einwohnerrat sei ein Abbau demokratischer Rechte.