Zum Inhalt springen

Zentralschweiz Ein Flugblatt sorgt in Nidwalden für Ärger

Der Schutzverband der Bevölkerung befürchtet, dass der Flugplatz Buochs zu einem regionalen Knotenpunkt ausgebaut wird. Deshalb warnt er die Anwohner mit einem Flugblatt. Die Nidwaldner Regierung ist verärgert und spricht von «Unwahrheiten.»

Eine Luftaufnahme des Flugfeldes Buochs
Legende: Ein Flugblatt des Schutzverbandes der Bevölkerung warnt vor den Folgen des geplanten Flugplatzausbaus. Keystone

Ende August hat der «Schutzverband der Bevölkerung um den Flugplatz Buochs» über 60'000 Flugblätter in der Zentralschweiz verteilen lassen. Darin steht, dass der Flugplatzes Buochs schleichend zu einem Regionalflugplatz Zentralschweiz ausgebaut würde. «Da stehen so viele Unwahrheiten drin. Das ist ein falsches und irreführendes Flugblatt», kritisiert der Nidwaldner Baudirektor Hans Wicki gegenüber dem Regionaljournal.

«Wir lassen uns keinen Maulkorb verpassen. Wir stützen uns nur auf Fakten aus Aviatik-Kreisen», kontert Paul Mazenaur vom Schutzverband. Das zentrale Problem sind die geplanten Abstellplätze. Diese bieten laut Schutzverband Platz für Linienflugzeuge. Baudirektor Hans Wicki dementiert: «Es könnten kleine Privatflugzeuge parkiert werden, aber keine grossen Flieger.»

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) bestätigt auf Anfrage, dass zur Zeit Ausweichmöglichkeiten für den ausgelasteten Flughafen Kloten geprüft würden. Buochs wird dabei auch betrachtet. Ein Ausbau in Buochs ist aber wegen einer Klausel im Sachplan nicht ganz einfach. Dieses müsste vom BAZL bewilligt werden. Ein Gesuch zur Änderung der Klausel ist laut Hans Wicki aber nicht gestellt worden.

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von kari huber, surin
    Aha, da feiert wieder einmal das St. Florians-Prinzip Urständ. Man will zwar die Vorteile haben, z.B. für wenig Geld in weitentlegene Gebiete fliegen, um dort 10 Tage Ferien zu machen. Aber die Nachteile sollen dann doch lieber die Zürcher tragen, oder?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Gaja Sarasin, Engadin
      Der Schutzverband ist nicht gegen den Flugplatz Buochs/Ennetbürgen. Er ist aber gegen den masslosen Ausbau von Starts und Landungen. Er ist gegen das unnötige Treiben einer gewissen Uhrenfirma, welche jeden Sommer das Tal Buochs/Ennetbürgen für eine Hand voll Privilegierter mit Lärm und Gestank "beglückt". Eigentlich reicht das tagelange Geheul der PC21! Das Mass ist voll. Also ab in eine ruhigere Gegend, zumindest zeitweise. Dank SBFB gibts noch keinen Regionalflugplatz. DANK an die Mutigen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Walter Ineichen, Beckenried
    Da können Sie nun Gift drauf nehmen, dass in weniger als 20 Jahren das Flugfeld Buochs/Ennetbürgen ein Regionalflughafen, d.h. ein Ableger des Flughafens Zürich Kloten sein wird. Das Flugblatt hat nicht unrecht. Den Behörden glaube ich kein Wort. Unter dem Deckmantel der Schaffung neuer Arbeitsplätze wird dann Scheibe für Scheibe des Salamis abgeschnitten. Es herrscht zwar in NW keine Arbeitslosigkeit. Trotzdem müssen neue Arbeitsplätze beschafft werden. Herzlich willkommen Zuwanderer aus der EU
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von R.Käser, Zürich
    Wer jetzt noch eine Liegenschaft in Buochs hat, sollte diese jetzt verkaufen bevor vor lauter Fluglärm die Preise zusammen brechen. Herr Hans Wicki, wenn der Flugplatz nicht ausgebaut werden soll, warum sind den die treibenden Kräfte welche den Ausbau beführworten nicht für eine Plavonierung der Flugbewegungen? Auf welcher Seite sind denn da die Unwahrheiten? Da wird dem Volk Scheibchen für Scheibchen eine enorme Umweltbelastung untergejubelt, das ist die Wahrheit!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen