«Ein Volkswirtschaftsdirektor ist auch ein Touristiker»

Die Skigebiete Engelberg, Melchsee-Frutt und Hasliberg sollen fusionieren. Die Obwaldner Regierung ist Taktgeberin. Volkswirtschaftsdirektor Niklaus Bleiker ist überzeugt: «Es ist Aufgabe der Regierung, die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit mehr Gäste kommen, die länger bleiben.»

Vom Titlis Blick via Trüebsee Richtung weitere Berggipfel

Bildlegende: Morgenröte für einen neuen Fusions-Anlauf der Skigebiete Engelberg, Melchsee-Frutt und Hasliberg. Keystone

«Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Kanton Obwalden, in Engelberg leben sogar über 90 Prozent davon», sagt Regierungsrat Niklaus Bleiker. Es sei deshalb die Aufgabe der Regierung und der Politik, gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Dass die Regierung die Skigebietsfusion von Engelberg, Melchsee-Frutt und Hasliberg vorantreibt, sei nötig. «Bei drei verschiedenen Gebieten braucht es jemanden, der die Player zusammenbringt und Projekte andenkt», sagt der Obwaldner Volkswirtschaftsdirektor als Sonntagsgast im Regionaljournal Zentralschweiz von Radio SRF.

Öffentliche Gelder für Machbarkeit

Die Obwaldner Regierung sieht die Vorabklärungen als Projekt der Neuen Regionalpolitik NRP. Das würde bedeuten, dass der Bund die Machbarkeitsabklärungen mitfinanziert.

Der Bund muss dies noch bewilligen. «Es ist Aufgabe der NRP, dass Randgebiete wirtschaftlich mehr profitieren können». Wenn es dann aber um die konkrete Umsetzung und neue Bahnen gehe, dann seien die Bahnunternehmungen oder Investoren gefragt.

Grundlagenerarbeitung

«Einer unserer Trümpfe ist die Landschaft, und wir wären mehr als dumm, wenn wir diese zerstören würden», sagt Volkswirtschaftsdirektor Niklaus Bleiker. Wenn die Studie zeige, dass ein Zusammenschluss machbar sei, müssten zwingend alle Partner an einen Tisch: Bergbahnen, Grundeigentümer, Gemeinden und Umweltverbände. Bis Ende Jahr soll ein Fahrplan für die nächsten Schritte vorliegen. Aber man wolle ohne Zeitdruck planen und denken. «Es wird grosse Hürden geben, und wir müssen auch den Mut haben, gegebenfalls zu stoppen. Aber nur schon das Denken zu verbieten, ist falsch», sagt Bleiker weiter.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr.