Eine Gruppe besetzt das Luzerner Migrationsamt

Eine Gruppierung mit dem Namen «Aktion Würde statt Hürde» hat am Montagmorgen in Luzern im und vor dem kantonalen Amt für Migration gegen die Regelung der Nothilfe demonstriert. Mit dieser Aktion wolle sie auf das Leben der Migranten in prekären Lebensbedingungen hinweisen.

Nach Angaben der Gruppierung und des Amtes für Migration hielt sich rund ein Dutzend Demonstranten im Innern des Gebäudes auf. Andere demonstrierten vor dem Amt. Die Aktion sei friedlich verlaufen, sagte Alexander Lieb, Leiter des Amtes für Migration, gegenüber Radio SRF.

Die herbeigerufenen Polizisten mussten nicht eingreifen, die Demonstranten zogen freiwillig wieder ab. Anlass der Aktion sei der Suizidversuch zweier Menschen in Nothilfe gewesen. Die Gruppierung wollte nach eigenen Angaben die Stimme der abgewiesenen Asylbewerber, die von der Nothilfe lebten, ins Amt tragen.

Mit der Aktion solle aber auch einer breiteren Öffentlichkeit klar gemacht werden, wie unmenschlich Menschen in der Schweiz leben müssten, sagte die Sprecherin der Gruppierung. Das Amt für Migration sei eigentlich der falsche Adressat, findet ihr Leiter, Alexander Lieb, weil es für die Nothilfe nicht zuständig sei.