Einschränkungen auf Gotthardbahnstrecke wegen neuer Signalisation

Die Nordzufahrt zum Gotthardbasistunnel erhält in der Nacht auf Sonntag ein neues Informationssystem für die Lokführer. Die Führerstandsignalisierung ist nötig, damit die Züge schnell, sicher und in rascher Folge durch den Basistunnel fahren können.

Ein Zug fährt in der Nähe von Erstfeld.

Bildlegende: Auf der 19 Kilometer langen Strecke zwischen Erstfeld und Brunnen fahren kurze Zeit keine Züge. Keystone

Wie die SBB AG am Mittwoch mitteilte, ist die 19 Kilometer lange Strecke zwischen Brunnen SZ und Erstfeld UR der erste Abschnitt auf der neuen Nord-Süd-Achse, der mit einem neuen System ausgerüstet wird.

Der 57 Kilometer lange Basistunnel wird im Dezember 2016 in Betrieb genommen. Die neue Signalisierung sei die technische Voraussetzung dafür, dass sechs Güter- und zwei Personenzüge pro Stunde und Richtung sicher, schnell und in geringen zeitlichen Abständen durch den Tunnel fahren könnten, teilte die SBB mit.

Das neue System wird in der Nacht vom 15. auf den 16. August zwischen 22.15 Uhr und 7.30 Uhr in Betrieb genommen. Während der Umstellung kann die Strecke nicht befahren werden. Rund 20 Schnell- und Regionalzüge fallen aus, und die Passagiere müssen auf Busse umsteigen. «Die Reisezeit kann sich bis zu 30 Minuten verlängern. Wir haben aber extra einen Zeitpunkt gewählt, an dem wenige Reisende unterweg sind. Auch der Rückreiseverkehr aus den Ferien sollte dann gering sein», sagt der SBB-Mediensprecher Reto Schärli gegenüber Radio SRF.

Nach der Umstellung könnte es während einigen Tagen zu Verspätungen kommen. Bis genügend Betriebserfahrungen vorliegen, wird die neu ausgerüstete Strecke nur mit maximal 80 km/h befahren. Diese führe im Fernverkehr zu geringen Verspätungen, teilte die SBB mit. Anschlüsse könnten deswegen gefährdet sein.