Zusammenschluss im Skigebiet Einsprachen gegen Bahnenprojekt in Sörenberg

Gegen die Pläne der Bergbahnen Sörenberg für einen Zusammenschluss der Skigebiete Dorf und Rothorn sind beim Kanton Luzern während der öffentlichen Auflage mindestens drei Einsprachen eingegangen. Diese stammen von Umweltorganisationen, dem Stromversorger BKW und einer Privatperson.

Skigebiet Rothorn bei Sörenberg.

Bildlegende: In einem ersten Schritt sollen rund zehn Millionen Franken investiert werden. Der Baustart ist für Sommer vorgesehen. zvg

Die Stiftungen Pro Natura, Landschaftsschutz Schweiz und der WWF verlangen mit ihrer gemeinsamen Beschwerde ausreichende Ersatzmassnahmen für die geplanten Eingriffe in die Natur. So verlangen sie Verbesserungen im Restaurantbereich sowie eine explizite Umweltbaubegleitung. Der Geschäftsleiter der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, Raimund Rodewald sagt gegenüber SRF News: «Es handelt sich aber nicht um eine fundamentale Einsprache».

Der Berner Stromversorger BKW legte routinemässig Einsprache ein, weil die Talstation des Skilifts näher als fünf Meter in den Bereich einer Stromleitung zu liegen kommen soll. Die dritte Einsprache stammt von einer Privatperson, die einen Alpbetrieb in dem Gebiet führt.

Bergbahnen Sörenberg wollen am Fahrplan festhalten

Die Bergbahnen Sörenberg wollen die Einsprachefrist der anderen beteiligten Kantone abwarten und dann das weitere Vorgehen festlegen. Der Verwaltungsrat schreibt auf Anfrage: «Wir halten nach wie vor an unserem Fahrplan fest.» Baustart soll im Sommer 2017 sein, da die Konzession des Sesselliftes auslaufe.

Projekt abgespeckt

Das ursprüngliche Verbindungsprojekt für gegen 35 Millionen Franken wurde 2016 sistiert. Das redimensionierte Projekt geht von rund 10 Millionen Franken Investitionskosten aus. Kernstücke sind ein neuer Sessellift, die Verschiebung eines Skiliftes und Beschneiungsanlagen.