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Zentralschweiz Einzug der Eritreer im Kloster Einsiedeln

Eine Gruppe Eritreischer Asylsuchender ist am Dienstag im Kloster Einsiedeln angekommen. Die Verantwortlichen des Kantons begrüssen die Initiative des Klosters, Asylsuchende zu beherbergen, sehen dies aber als Notlösung. Insgesamt sollen 40 Asylsuchende für drei Monate aufgenommen werden.

Legende: Audio Besuch in der neuen Asyl-Unterkunft im Kloster Einsiedeln (07.10.2014) abspielen. Laufzeit 5:11 Minuten.
5:11 min, aus Regi LU vom 07.10.2014.

«Ich bin froh hier zu sein. Zwar habe ich noch keine grosse Vorstellung, was mich hier im Kloster Einsiedeln erwartet. Aber mein Ziel ist eine Aufenthaltsbewilligung, damit ich hier in der Schweiz ein 'normales Leben' führen kann», sagt der 26-jährige Samuel. Er hat vor einem halben Jahr sein Heimatland Eritrea verlassen. Über Libyen, das Mittelmeer und Italien gelangte er in die Schweiz.

Legende: Video Gastrecht im Kloster abspielen. Laufzeit 3:16 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 07.10.2014.

Klare Erwartungen

Samuel ist einer der ersten 24 jungen Männer, welche die Asyl-Unterkunft im Kloster Einsiedeln bezogen haben. Normalerweise gehen hier im so genannten «Holzhof» des Klosters Pilger oder nur vereinzelte Asylsuchende ein und aus. Diese Form der Nutzung ist nun bis Ende 2014 beschränkt.

Fiona Elze, die Chefin des Asylwesens im Kanton Schwyz brauchte bei der Begrüssung der Neuankömmlinge deutliche Worte: «Wir haben hohe Anforderungen an Sie. Aber wer sich Mühe gibt, sich an die Regeln hält und Selbstinitiative zeigt, kann es auch zu etwas bringen.» Elze ist zwar dankbar, dass das Kloster Hand bietet mit dieser Unterkunft. Doch sei dies nur eine Notlösung bis Ende Jahr.

Guter Mut

Lieber wäre es der Schwyzer Regierung, ein eigenes, neues Durchgangszentrum zu haben. Dafür vorgesehen ist die ehemalige Jugendherberge «Wägital» in der Gemeinde Innerthal. Doch dafür braucht es noch die Zustimmung des Kantonsparlaments und des jetzigen Eigentümers.

Mit der jetzigen Lösung zufrieden ist jedenfalls der Abt des Klosters Einsiedeln, Urban Federer: «Diese Jungen Männer machen auf mich einen ruhigen und freundlichen Eindruck. Ich bin überzeugt, dass es gut kommt.»

Regionaljournal Zentralschweiz 17:30 Uhr

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69 Kommentare

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  • Kommentar von D. Daniele, Obergösgen
    Immer wieder wird Behauptet das SF linkslastig ist! Wenn ich aber so blöden rassistischen Äusserungen wie die von Kurt E. Müller, Zürich lesen muss, zeigt mir das diese Forum sehr Liberal ist, zu liberal, wenn solch brauner Mopp solche Sache hier veröffentlichen kann! Herr Kurt E. Müller, Zürich solche braunen Gedanken wie Sie sie hegen sind unerwünscht!
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    1. Antwort von Stephan Hartung, Bachenbülach
      Wow! Sie kritisieren Herrn Kurt E. Müller wegen seiner kompromisslosen Anti-Asylgewährungs-Haltung, bezeichnen ihn als Braunen und Rassisten. Nur: Sie selber haben eine ebenso polarisierte Ansicht - nur am anderen Ende der Skala. Sie sind genauso rechthaberisch, massen sich aber grad noch die Rolle des Forumsleiters an, der bestimmt, was hier (un-) erwünscht sei. Die massvolle humanitäre Pflicht der Schweiz ist für mich unbestritten, Ihre Angriffslust gegenüber Andersdenkenden aber erschreckend!
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    2. Antwort von Kurt E. Müller, Zürich
      @ Daniele: Ihr Kommentar spricht für sich. Vielleicht lesen Sie einfach nochmals genau, was ich geschrieben habe - es ist weder rassistisch noch braun, sondern schlicht und ergreifend die Wahrheit. Diese Afrikaner haben wie alle Wirtschaftsflüchtlinge die Illusion, dass sie hier willkommen sind und einfach kommen und arbeiten können, wie wenn es keine Einwanderungsgesetze gäbe. Ihnen das Gegenteil deutlich zu sagen hat nichts mit braunem Mob zu tun, sondern mit Pragmatik und Ehrlichkeit.
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  • Kommentar von Kurt E. Müller, Zürich
    Herziger PR-Gag vom Kloster Einsiedeln,"vorübergehend" ein paar arme bedrohte Afrikaner bei sich aufnehmen, die nach eigenen Aussagen bei uns "ein normales Leben mit Aufenthaltsbewilligung" suchen. Weniger herzig, aber viel wichtiger wäre es, diesen Leuten klar zu machen, dass sie hier nicht erwünscht sind und keine Zukunft haben. Aber das Kloster macht wohl eher bald eine Handy Kollekte, damit alle in Eritrea anrufen und von den einfältig tumben Einheimischen aus dem Paradies berichten können.
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  • Kommentar von Werner Christmann, Stein am Rhein
    Das Kloster könnte noch seine Stallungen ein wenig ausbauen, dann hätten noch ein paar Hundert mehr Platz. Dort sind diese armen Asylanten sicher besser untergebracht als dass sie in den Zentren an den Bahnhöfen herumlungern und sich gegebenenfalls jungen Frauen dergestalt nähern, dass letztere danach hospitalisiert werden müssen.
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