Emmen verliert Talentschmiede des Fussballverbandes

Bittere Neuigkeiten für die Gemeinde Emmen: Der Schweizerische Fussballverband (SFV) löst seine Football Academy in Emmen auf Ende des Schuljahres 2014/15 auf. Der Gemeinderat befürchtet einen Verlust der Reputation als Sportgemeinde.

Torjubel von Haris Seferovic und Pajtim Kasami

Bildlegende: Zwei ehemalige Talente der Emmer Fussballschule: Haris Seferovic (links) und Pajtim Kasami. Keystone

Die im August 2005 eröffnete Football Academy des SFV ersetzte das 2004 in Frauenfeld geschlossene Zentrum. Seit neun Jahren trainieren jedes Schuljahr jeweils 18 Fussballtalente während der Woche auf den Emmer Sportanlagen und besuchen während zwei Schuljahren auch vor Ort die Volksschule. Die Fussballer wohnen in Emmen bei Gasteltern.

Die vom Verband angestrebte Förderung habe sich bewährt und die Klubs der Super League hätten in dieser Zeit ihre Nachwuchsleistungszentren professionalisiert, schreibt der SFV in einer Medienmitteilung. Die schulischen Möglichkeiten, den Sport und die Schulbildung besser aufeinander abzustimmen, seien optimiert worden. Deshalb sei die Lokomotivfunktion des SFV nicht mehr im bisherigen Ausmass notwendig.

Die Gemeinde Emmen bedauert diesen Entscheid. «Die Academy ist der Leuchtturm für unsere Sportgemeinde», erklärt Vize-Präsident Urs Dickerhof. Man versuche nun, die Infrastruktur und das Wissen rund um die Talentförderung anderen Interessierten anzubieten.