Emmer Tramhüsli ist gerettet

Die ehemalige Tramendstation in Emmenbrücke wird nicht abgerissen. Dank Spenden von über 300'000 Franken wird das Wahrzeichen der Emmer Industriegeschichte im Juni um fünf Meter verschoben, damit es einem Strassenbauprojekt des Kantons nicht mehr im Weg steht.

Das Emmer Tramhüsli wurde verhüllt, um auf die unsichere Zukunft aufmerksam zu machen.

Bildlegende: Das Emmer Tramhüsli wurde verhüllt, um auf die unsichere Zukunft aufmerksam zu machen. zvg

Das notwendige Geld für eine Verschiebung sei von Privaten und der öffentlichen Hand zugesichert worden, teilte die Gemeinde Emmen am Mittwoch mit. Zusätzlich sollen aber noch 250'000 Franken für im Herbst geplante Sanierungsarbeiten gesammelt werden.

Das «Tramhüsli» am Centralplatz wird im Juni um fünf Meter in Richtung Kleine Emme verschoben. Dadurch erhält der Kanton Platz für die Neugestaltung der Gerliswilstrasse. Wie das Tramhäuschen in Zukunft genutzt wird, ist noch offen. Für April ist die Gründung einer Stiftung vorgesehen, die sich um die Verschiebung, Sanierung und den Betrieb kümmern soll.

Während 62 Jahren, von 1899 bis 1961, verkehrten auf den Strassen der Stadt und der Agglomeration Luzern Trams. Linien gab es vom Bahnhof Luzern aus nach Kriens, Emmenbrücke, Maihof und auch nach Halde-Dietschibergbahn. Danach wurden sie unter anderem aus Kostengründen durch Trolleybusse ersetzt.